Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Radio

25. Oktober 1942

[421025–2‑1]

9.)

Sonn­tag­vor­mit­tag, am 25. Okto­ber 1942.

Mein herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­ter [Roland], Du! Herz­lieb!

Eine lan­ge Wei­le liegt zwi­schen dem letz­ten Boten, den ich Dir schrieb und dem heu­ti­gen. Frei­tag wars [sic] als ich Dir schrieb, heut [sic] ist Sonn­tag. Und es war doch gut so, daß ich Dir ges­tern kei­nen Boten sand­te; denn nun erfah­re ich doch eben, Her­ze­lein, daß Du schon […]

23. Juni 1942

[420623–2‑1] K., am 23. Juni 1942 Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes, treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland!] Nun ist schon Diens­tag und heu­te kann aber kom­men was will, ich schrei­be Dir, Du mein lie­bes Her­ze­lein! Pracht­vol­les Wet­ter ist, seit ich hier bin, dar­an habe ich mei­ne Freu­de; denn ich kann doch fau­len­zen Herz­lieb! Ein­mal die Son­ne genie­ßen von […]

08. Mai 1942

[420508–2‑1] 85. Frei­tag, am 8. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, aller­liebs­tes Her­ze­lein! Du!! Es ist Abend gewor­den über den Pflich­ten des Tages. Nun rückt der Zei­ger der Uhr auf 900, ich kann nun Fei­er­abend hal­ten, Herz­lieb! Mit Dir!! Mit Dir allein ist es doch erst rech­ter Fei­er­abend, Du! Im Rund­funk erklingt ein schö­nes Sym­pho­nie­kon­zert aus […]

27. März 1942

[420327–1‑1a] [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 27. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Frei­tag­abend – wie­der ver­ron­nen eine Woche. Die nächs­te sieht uns schon vor dem Oster­fest. Die Grie­chen fei­ern es an den­sel­ben Tagen. Oster­fest – es wird daheim noch wenig öster­lich aus­schau­en nach die­sem har­ten Win­ter. Plea­se fol­low and like us:

15. März 1942

[420315–2‑1] 37. Sonn­tag, am 15. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter guter [Roland]! Es wird bald um 2 Uhr nach­mit­tags sein. Ich sit­ze wie­der bei mei­ner liebs­ten Beschäf­ti­gung des Tages. Eben habe ich das Radio aus­ge­schal­tet, der Vater will Mit­tags­ru­he hal­ten. Die Hel­den­ge­denk­fei­er, die aus dem Zeug­haus in Ber­lin über­tra­gen wur­de, wo der Füh­rer sprach, ist […]

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