Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Propaganda

14. März 1942

[420314–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 14.3.42 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Sonn­abend­abend. Es ist eben 8 Uhr vor­bei. Warm ist’s in unser[e]m Stüb­chen. Kame­rad K. hat sich eben ins Nach­bar­zim­mer bege­ben zum Skat­a­bend. Dar­auf hat doch das Man­ner­li gewar­tet. Nun kann es ganz unge­stört mit Dir plau­dern, ganz lieb Zwie­spra­che hal­ten, gelieb­tes Herz! Plea­se […]

18. Mai 1942

[420518–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 18. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein, Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Hab[‘] ich doch eben einen Bogen erwischt, auf dem ich uns[e]re Geburts­tags­her­zen pro­biert habe. Scha­det nicht, gelt? Uns[e]re Her­zen sind ja so lieb ver­eint und innig ver­bun­den nicht nur zum Geburts­tag und an Fest­ta­gen – sien sind es immer – Gelieb­te! Immer […]

16. März 1942

[420316–2‑1] 38. Mon­tag, am 16. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Man­ner­li! Du! Gleich will ich mich noch zu Dir set­zen, ehe ich zum Pfarr­amt gehe. Ich muß eben dar­an den­ken, daß die Pfar­re Dir ein unheim­li­ches Haus ist. In gewis­ser Hin­sicht hast Du recht. So ein gro­ßer düs­te­rer Bau – die Lebens­ge­schich­ten der Pfar­rer […]

15. März 1942

[420315–2‑1] 37. Sonn­tag, am 15. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter guter [Roland]! Es wird bald um 2 Uhr nach­mit­tags sein. Ich sit­ze wie­der bei mei­ner liebs­ten Beschäf­ti­gung des Tages. Eben habe ich das Radio aus­ge­schal­tet, der Vater will Mit­tags­ru­he hal­ten. Die Hel­den­ge­denk­fei­er, die aus dem Zeug­haus in Ber­lin über­tra­gen wur­de, wo der Füh­rer sprach, ist […]

Nach oben scrollen