14. Februar 1942

[420214–2-1a]

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Sonn­abend, am 14.II. 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Es ist vor­mit­tags 10 Uhr, Herz­lieb! Eben war der Post­bo­te da, er brach­te mir 2 Brie­fe von Dir. Ach Du! Ich habe mich doch soo sehr gefreut! Her­ze­lein!! Nun weiß ich wie­der, wo Du weilst und was Du treibst. Ich habe mir doch so viel Gedan­ken gemacht um Dich, Du! Ges­tern war ich zwei­mal auf dem Post­amt, habe gefragt nach Post. Nichts. Um 1 [Uhr] mit­tags war noch kein Zug von Chem­nitz her­aus! Auf allen Lini­en stockt der Ver­kehr. Die Brief­trä­ger sind ges­tern gar­nicht zum Aus­tra­gen gekom­men. Wei­ter­le­sen!

05. Januar 1942

[420105–2-1]

Mon­tag, am 5. Janu­ar 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!!

Ges­tern und heu­te ging der Post­bo­te vor­bei. Es stimmt schon mit der unpas­sier­ba­ren Brü­cke, ich spü­re es doch schon bis hier­her, Herz­lieb! Ob Du auch so spar­sam nur Post bekommst? Du, ich freue mich schon auf den Packen, der ankom­men muß, wenn alles wie­der im alten Geleis läuft! Den­ke doch, was mir alles noch fehlt! Das heißt, wenn Du täg­lich geschrie­ben hast,: Vom 22., 23., 27, [sic] 28., 30. – also mehr will ich vor­der­hand noch gar­nicht [sic] in Hän­den hal­ten.

“05. Janu­ar 1942” wei­ter­le­sen

10. Dezember 1941

[411210–1-1]

Mitt­woch, den 10. Dez. 1941

Herz­lie­bes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Weib!

Her­ze­lein! Wie soll ich Dir nur zei­gen, wie so lieb ich Dich habe? Wie ich Dich gleich so ganz fest und lieb an mich drü­cken möch­te! Dich ganz ein­schlie­ßen! Ach Her­ze­lein, Dir ganz nahe sein! Gleich ganz hin­ein­krie­chen in dein Her­ze­lein! War­um? Du! – Weil ich Dich sooo lie­be, weil soviel Lie­be zu Dir mich erfüllt!!!!! !!!!! !!! Wei­ter­le­sen!

5. August 1941

T&Savatar[410805–1-1]

Diens­tag, den 5. August 1941

Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Gelieb­te, Du!!!!!

Weh­tun, das will ich Dir doch über­haupt nicht! Ich will Dich doch nur ganz sehr lieb­ha­ben! Und nun habe ich Dir doch weh­ge­tan. Leid ist es mir dar­um, Du! Herz­lieb!!!!! Habe ich Dei­ner Lie­be miß­traut? Gelieb­te! Nein! Du!!!!! Wir haben uns miß­ver­stan­den in die­ser Abschieds­stun­de, weil soviel Frem­des um uns war. Ich habe Dei­nen Schmerz nicht emp­fun­den! Und Du? – Ach Herz­lieb, mei­ne Augen und mein Herz haben Dich so gebe­ten, ganz bei mir zu sein – So ist uns[e]re Lie­be, Du!!!: sie scheut die zudring­li­chen Bli­cke frem­der Men­schen – und beredt wird sie doch nur, wenn Du und ich ganz allein sind – ganz allein!! Wei­ter­le­sen!

1. August 1941

T&Savatar[410801–2-1]

Frei­tag, am 1. August 1941.

Mein Gelieb­ter!! Du!!! Mein lie­ber[,] aller­liebs­ter [Roland]!

Du!!!!! Wo soll ich denn nun gleich anfan­gen? Ich will Dir erst von ganz belang­lo­sen Din­gen erzäh­len, Du!!!!! damit [sic] ich nicht über­lau­fe vor Freu­de und Jubel. Ach Herz­lieb! Du!!! Heu­te fällt mir doch das Stil­le­sit­zen fürch­ter­lich schwer! Kannst Du das begrei­fen? Dein Frei­tag­brief ist doch heu­te gekom­men!!! Wor­in sooo vie­le Neu­ig­kei­ten ste­hen vom Urlaub! Ach Du!!! Wenn der abhan­den gekom­men wäre!!! Ich hät­te mich doch zuschan­den geär­gert! Du!!!!! Also: Eben bin ich aus der Bade­wan­ne gestie­gen und habe bei mir gedacht und gerech­net, wie­vie­le Male mußt’ denn eigent­lich noch ohne Bade­meis­ter baden? Und da bin ich dar­auf gekom­men, daß es noch zwei Male sind! Wei­ter­le­sen!