17. Januar 1942

[420117–2‑1]

Sonn­abend, am 17. Janu­ar 1942.

Mein gelieb­tes teu­res Her­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Nun kann ich mich zu Dir set­zen und Fei­er­tag hal­ten. Die Uhr zeigt ½ 2 [Uhr], die Mut­ter und der Vater sind im Kel­ler, um Kar­tof­feln aus­zu­le­sen – wir haben heu­er viel schlech­te [Kar­tof­feln]. Ich bin eben fer­tig mit auf­wa­schen und auf­räu­men. Nun brau­chen wir heu­te nur noch zu baden, dann kann es Sonn­tag wer­den!

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20. Mai 1941

German paratroopers jumping From Ju 52s over Crete
Luft­lan­dung deut­scher Fall­schirm­jä­ger auf Kre­ta. Mit der Schlacht um die grie­chi­sche Insel am 20.–31. Mai 1941 ende­te die Erobe­rung Grie­chen­lands. Foto­graf unbe­kannt, from the collec­tions of the Impe­ri­al War Muse­um collec­tion 4700–33, Bild­num­mer E 3265E , gemein­frei über Wiki­pe­dia, 05.2016.
[410520–2‑1]

Diens­tag, am 20. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb Du!! Heu­te ist ein Fei­er­tag! Du!!

Ich schrei­be Dir heu­te mei­nen 200. Brief.

Das heißt, seit Du Sol­dat bist! In Wirk­lich­keit habe ich Dir schon viel mehr geschrie­ben. Ach ja, Du! Ich könn­te mich freu­en dar­um, über die­se gro­ße Zahl. Aber ich kann‘s nicht, viel lie­ber wäre mir ja, Du wärst bei mir und ich könn­te Dir alles sagen, Herz­lieb! Du!! Ob ich wohl die 300 auch noch voll­ma­che? Wei­ter­le­sen!

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04. November 1940

Apokalyptisches Lamm
Apo­ka­lyp­ti­sches Lamm auf dem Buch mit sie­ben Sie­geln, Johann Hein­rich Rohr, um 1775. Dom­mu­se­um Köln. Foto: Hafen­bar, 12.2004. Lizenz: CCA-Sha­re Ali­ke 3.0 Unpor­ted, über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.
[401104–2‑1]

Mon­tag, am 4. Novem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Gelieb­ter mein!

Heu­te bin ich nun wie­der blaß für mei­nen Aller­liebs­ten da. Ich will Dir schnell erzäh­len, was ich ges­tern trieb. Sonn­tag früh bin ich erst um 8 Uhr auf­ge­stan­den, mir schmerz­ten alle Glie­der und ich kam nur lang­sam wie­der in Gang. Mut­ter erging es eben­so. Es war eben zu viel Wäsche, das dür­fen wir in Zukunft nicht so sich anhäu­fen las­sen. Wei­ter­le­sen!

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07. Oktober 1940

Volks­schul­klas­se mit Leh­re­rin, geschmückt für das Ern­te­dank­fest. Kärn­ten, Ost­mark, 1941. Foto: Dr. Hel­ga Duf­fek-Kop­per, Web­sei­te: Krump­fen­dorf­chro­nik, 10.2015.

[401007–2‑1]

Mon­tag, am 7. Okto­ber in K., 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter [Roland]!

Es ist vor­bei, das Gefühl des Ver­las­sen­seins, Du!

Was war das ges­tern? Es hat­te mich wie­der ein­mal über­mannt. Schuld dar­an trug viel­leicht mei­ne gegen­wär­ti­ge Umge­bung; die schwer­mü­ti­ge, süße Musik; die Unter­hal­tung der ande­ren, und ich mit­ten drin und doch so ver­las­sen, so voll unge­stü­mer Sehn­sucht nach Dir, mein [Roland]. Wei­ter­le­sen!

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