06. Mai 1942

[420506–2‑1]

83.

[O.] Mitt­woch, am 6. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Ach Her­ze­lein! Ich konn­te es doch heu­te kaum erwar­ten bis wie­der die Stun­de da war, da ich Dein den­ken kann. Gelieb­ter! Es ist spät abends, wo ich hier bei Dir sit­ze und mit Dir rede. Aber nachts mögen wir doch gera­de am liebs­ten mit­ein­an­der recht lieb und heim­lich plau­dern gelt? Ja den­ke nur: seit lan­ger Zeit bellt wie­der ein­mal die Flak rund um den Kreis Chem­nitz! Schau­rig! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

18. Marz 1942

[420318–1‑1]

[Salo­ni­ki,] Mitt­woch, den 18. März 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Soviel Lie­be ist heu­te zu mir gekom­men, daß ich gar nicht noch weiß, wohin mit aller Freu­de, mit allem Glück. Zwei lie­be Boten von Dir, der vom Diens­tag und der vom Don­ners­tag, einen Brief von daheim und einen von H.s aus L. Und woher mir dann die größ­te Freu­de ward?

“18. Marz 1942” wei­ter­le­sen
Plea­se fol­low and like us:
error

11. März 1942

[420311–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 11. März 1942

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Nun war­te ich doch tat­säch­lich mit Dir dar­auf, daß Du end­lich mal ein Zei­chen von mir bekommst und bin nun rich­tig unge­dul­dig mit Dir. Dein Mitt­woch­bo­te: Heu­te ging der Post­bo­te wie­der vor­bei. Dein Don­ners­tag­bo­te: [Du] Bist heu­te noch immer nicht zu mir gekom­men. Ärger­lich ist das, zum Aus­der­haut­fah­ren! Armes, lie­bes Her­ze­lein! Man meint, sol­che Unre­gel­mä­ßig­kei­ten brauch­ten nicht zu sein. Aber die Schuld liegt bei einem der Sam­mel­post­äm­ter. K.‘s Frau klagt eben­so. Im Don­ners­tag­bo­ten schreibt sie, daß sie drei Brie­fe gleich auf ein­mal bekam. Sie liegt eher am Wege – und so kann ich hof­fen, daß Du nun wenigs­tens am Frei­tag von mir Nach­richt erhal­ten hast.

“11. März 1942” wei­ter­le­sen
Plea­se fol­low and like us:
error

02. März 1942

[420302–2‑1]

Mon­tag, am 2. März 1942.

Her­zens­schätz­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Hast Du denn Dein Frau­chen schon ‚amt­lich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freu­de an dem Stem­pel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz beson­de­res Ver­gnü­gen für mich, so einen Stem­pel drauf­zu­drü­cken! Nur konn­te ich noch nie­mals einemn mein Eigen nen­nen. Nun bin ich glück­li­cher Besit­zer!

“02. März 1942” wei­ter­le­sen
Plea­se fol­low and like us:
error

03. März 1942

[420303–2‑1]

Diens­tag, am 3. März 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland] Du!!

Ich habe heu­te ver­geb­lich wie­der auf den Brief­trä­ger gewar­tet. Es war nichts von Dir dabei, Her­ze­lein. [Ich] Muß ich mich halt noch einen Tag län­ger gedul­den. Ach, ich will es so ger­ne, ich weiß ja, daß mein War­ten belohnt wird. Du schreibst, daß bei Euch die Post wie­der gut geht. Da muß es sich ja nun auch bei uns hier ein­rich­ten.

“03. März 1942” wei­ter­le­sen
Plea­se fol­low and like us:
error