02. Juni 1941

T&Savatar[410602–2‑1]

Pfingst­mon­tag, am 2. Juni 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter mein!

Ich bin wie­der zu Hau­se, daheim! Ach, da ist es doch am aller­schöns­ten, glaubst [sic]? Eben haben wir Abend­brot geges­sen, den Vater zum Dienst fer­tig gemacht und nun ist es gleich 6 Uhr am Abend. Es will ein Gewit­ter los­bre­chen, von H. her­über kommt eine schwar­ze Wol­ken­wand gezo­gen – der Don­ner rollt schon. Wei­ter­le­sen!

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6. Februar 1940

Fastnachtsvergnügen im Schwarzwald 1890
Gus­tav Hei­ne, Fast­nachts­ver­gnü­gen im Schwarz­wald, 1890, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 02.2015.
[400206–2‑1]

O., am Fast­nachts­tag 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Nun ist es schon der zwei­te Tag, daß Du fort bist. Ich war am Sonn­abend und Sonn­tag so glück­lich und froh und ruhig, weil Du bei mir warst. Ich weiß und ich füh­le und erken­ne es aus Dei­nem gan­zen Wesen, wie lieb Du mich hast, und wie Du mir die Treue hältst. Du, Liebs­ter! Kann ich das Dir jemals genug dan­ken?

Ich hat­te Angst vor den kom­men­den Tagen ohne Dich. Es war eine fal­sche Angst – ich habe ein gutes Gewis­sen – es war Angst vor dem Unbe­kann­ten, Unge­wis­sen, daß mei­ner war­te­te; von dem ich nicht wuß­te, ob ein Schat­ten auf unser Glück fiel, durch die Unvor­sich­tig­keit mei­ner Freun­din. Wei­ter­le­sen!

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