Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Philosophie

20. September 1940

[400920–2‑1] Frei­tag, am 20. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber, [Roland]! Bei uns herrscht heu­te so ein tol­ler Sturm, daß ich oben in mei­nem Dorn­rös­chen­schloß fast mei­ne, er müß­te mich aus­he­ben. Wenn ich jetzt so still sit­ze, bebt alles unter mir; das wird wie­der eine unru­hi­ge Nacht geben, bei dem Schie­fergeklap­per. Möch­te mal den Seegang […]

05. Juli 1940

[400705–1‑1] S. am 5. Juli 1940 Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de]. Du! Gott füg­te es gnä­dig, daß wir nun vor unse­rem Fes­te ste­hen. Eine stil­le freie Stun­de will ich benut­zen, von der Höhe, die wir erreich­ten, noch ein­mal Umschau zu hal­ten, ehe wir hin­ab­stei­gen in die Freu­de, den Tru­bel und die Erleb­nis­se unse­res Fes­tes. Nun wol­len wir an […]

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