Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Pflicht

20. August 1941

[410820–1‑1] Mitt­woch, den 20. August 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Gelieb­te mein! Wirst [Du] denn glück­lich wie­der heim­sein [sic] von der Hams­ter­fahrt? Mor­gen wer­de ich es wis­sen. Acht Tage sind wir ja im Kalen­der immer zurück im Wis­sen von­ein­an­der. Und die­ser Bote wird schon kei­ne Ant­wort mehr fin­den – Du! Du!!! Höchs­tens münd­li­che! Oh Herzlieb!!! […]

16. August 1941

[410816–2‑1] Sonn­abend, am 16. August 1941. Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!! Die Glo­cken läu­ten den Sonn­tag ein – es ist 6 Uhr abends. Und jetzt erst bin ich soweit, Dein zu den­ken. Ach, das war wie­der ein aus­ge­füll­ter Tag heu­te. Mor­gens um 6 [Uhr] bin ich raus aus den Federn. Ich schla­fe jetzt gleich […]

16. Juni 1941

[410616–1‑1] Mon­tag, den 16. Juni 1941 Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­lieb! [Hilde]lieb! Hol­de mein! Eigent­lich ist es schon Diens­tag, da ich Dir schrei­be – zu ganz unge­wöhn­li­cher Stun­de, früh­mor­gens um 2 Uhr. Darf ich gar nicht so laut mit Dir plau­dern, damit die Stil­le der Nacht nicht ver­letzt wird. Ach Gelieb­te!!!!! Haben wir schon mit­ein­an­der geplau­dert so […]

29. März 1941

[410329–2‑1] Sonn­abend, am 29. März 1941. Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!! Sonn­abend ist [es], der Fei­er­tag will begin­nen; die Uhr zeigt ½ 8, es wird schon dun­kel drau­ßen, und bei mir hier drin­nen am Tisch läßt sichs’[sic] bald nicht mehr schrei­ben. Jetzt habe ich Licht gemacht und noch ein­mal muß­te ich sin­nend in […]

16. März 1941

[410316–2‑1] Sonn­tag, am 16. März 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland][!] Sonn­tag ist heu­te, Hel­den­ge­denk­tag im gan­zen Reich, die Sen­dun­gen des Rund­funkes las­sen uns teil­ha­ben an allem, was unser Volk an die­sem Tage bewegt. Der Füh­rer sprach vor Mit­tag. Ob Du das wohl auch alles mit hören kannst? Mein [Roland]! Gelieb­ter! So […]

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