Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Pflicht

24. März 1942

[420324–2‑1] 43. Diens­tag, am 24. März 1942. Herz­al­ler­liebs­ter mein! Her­zens­schät­ze­lein! Mein [Roland]! Du!! Oh Du!!! Ein Mor­gen ist, so tau­frisch und schön, wie er nur in der erwa­chen­den Früh­lings­zeit sein kann. Mein Herz ist vol­ler Sehn­sucht, vol­ler Lie­be und Son­ne! Oh mein Gelieb­ter! Ich den­ke doch ganz innig Dein! Du mußt es füh­len, mein’ ich – […]

21. März 1942

[420321–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 21. März 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, teu­res Herz! Sonn­abend­abend ist. Ganz allein sit­ze ich im Zim­mer bei der Steh­lam­pe – Kame­rad K. ging ins Kino – eine Stu­be ganz allein, einen Ofen, eine Lam­pe, es ist doch wie im Frie­den, nicht schlech­ter als in mei­ner Jung­ge­sel­len­zeit. Wie gut haben wir es! Das […]

10. Dezember 1941

[411210–2‑1] Mitt­woch, am 10. Dezem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!!! Ich kann nicht gehen, eh[‘] ich Dir guten Tag gewünscht habe, Du!! Und ein lie­bes Kussel geschenkt! Ach Her­ze­lein!!! Ich muß Dich gar so lieb haben! Du!!! Du!!!!! Es ist bald ½ 3 Uhr. Ich muß nach­her zur Schar. Eben war ein Bürsch­lein da, […]

23. August 1941

[410823–1‑2] Sonn­abend, den 23. August 41 Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­al­ler­liebs­te mein!!! Dein lie­ber, lie­ber Bote von Sonn­abend ist zu mir gekom­men. Sei viel­lieb bedankt, Herz­lieb mein! [Du] Kannst Dir den­ken, was mich nun am meis­ten bewegt? Gelieb­tes Weib! Du, mei­ne [Hil­de]! Ach, ich wer­de ja nicht eher wie­der ganz ruhig wer­den, eh[‘] Du mir nicht […]

22. August 1941

[410822–2‑1] Don­ners­tag­abend, am 21. August 41. Mein herz­liebs­ter [Roland]! Gelieb­ter! Herz­al­ler­liebs­ter mein! Es ist um 9 00 [Uhr] abends, ich bin seit einer Stun­de wie­der daheim aus der Stadt. Und nun muß ich erst noch ein paar Wor­te mir Dir tau­schen Herz­lieb, ehe ich schla­fen gehe. Wor­te mir Dir tau­schen, Du? Geht denn das brief­lich? Du?! […]

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