Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Pflanzen

02. Juli 1941

[410702–2‑1] G. am Mitt­woch, 2. Juli 41. Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Heu­te habe ich mich schon am Mor­gen hin­ge­setzt, Dein zu den­ken. Heu­te Nach­mit­tag kommt Besuch, Mari­an­ne mit Chris­ti­an aus Löbau. Da kom­me ich nicht dazu, mich zurück­zu­zie­hen. Seit wir in G. sind reg­net es nun, das ist so scha­de! […]

30. Juni 1941

[410630–2‑1] G., Mon­tag am 30. Juni 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb mein! [Du] Merkst es wohl an mei­ner Über­schrift, daß ich unbe­ob­ach­tet schrei­ben kann? Du!! Es ist wie­der Mit­tag vor­bei, Dei­ne Eltern lie­gen mit­ein­an­der auf dem Sofa in der Wohn­stu­be, ich sit­ze am Tisch und den­ke Dein – die Mut­ter sitzt im […]

29. Juni 1941

[410629–1‑1] Sonn­tag, den 29. Juni 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein! Der Tag will doch gar nim­mer zulan­gen, Dein zu den­ken! Ach, ich möch­te mich doch gleich ein­mal ein­schlie­ßen, um mit Dir ganz allein zu sein, Gelieb­te – um hin­ein­zu­lau­schen in mein Herz und zu ver­neh­men, wie es Dir schlägt in Lie­be, ganz […]

29. Mai 1941

[410529–2‑1] Don­ners­tag, am 29. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Es ist schon nach 4 Uhr, da ich Dir schrei­be. Ich habe eben mei­ne Por­ti­on Arbeit, die ich mir für heu­te vor­ge­nom­men hat­te, been­det. Uns[e]re bei­den Küchen habe ich gründ­lich gesäu­bert – für die Fei­er­ta­ge. Fens­ter­wä­sche frisch auf­ge­steckt. Nun ist […]

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