12. Mai 1942

Hoffmann von Fallersleben
Hoff­mann von Fal­lers­le­ben, Por­trait und Unter­schrift, vor 1874. Quel­le: Post­kar­te um 1910/20. Ver­lag Albert Frisch, Ber­lin. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons 09.2018.
[420512–1‑1]

Diens­tag, den 12. Mai 42

Mei­ne Lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gold­her­ze­lein, Gelieb­te mein!

Abend ist es wie­der über Wald und Feld säu­selt Frie­den nie­der, und es ruht die Welt.“ [Volks­lied] [Du] Kennst doch auch das inni­ge Lied­lein. [Es] Stammt noch aus einer Zeit, da die Welt des nachts wirk­lich ruh­te, nicht nur in den ent­le­ge­nen Nes­tern wie heu­te. Da die Men­schen wohl auch schon ihre Müh­sal hat­ten, aber doch wenigs­tens einen Abend­frie­den ohne grel­le Lich­ter und Schein­wer­fer, ohne das Krei­schen von Rädern und Knir­schen von Brem­sen. Sol­len wir uns die­se Zei­ten zurück­wün­schen? Wei­ter­le­sen!

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23. Februar 1942

[420223–2‑1]

Mon­tag, am 23. Febru­ar 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter, guter [Roland]!

Tau­wet­ter herrscht bei uns, es rinnt und tropft und plät­schert von den Dächern. Aber ehe die lie­be Son­ne den Schnee von den Stra­ßen abge­leckt hat, wird wohl noch ein Weil­chen hin­ge­hen; denn da liegt er zu hoch. Es scheint, wir krie­gen noch­mal neu­en Schnee. Die Wol­ken­bil­dung läßt dar­auf schlie­ßen. Und der Volks­mund sagt: „der Schnee, den die Son­ne leckt, der kommt wie­der.“ Na, wir wer­den ja sehen.

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17. Februar 1942

[420217–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 17. Febr.[uar] 1942

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib!

Ros­tig und ver­staubt ist die Feder. Ich muß sie nun wie­der von unse­rem Bücher­bord holen. Dem Datum nach vor einem Monat war’s, daß ich bei Dir daheim anlang­te. Nun ist es wie­der ein sieb­zehn­ter, der mich glück­lich gelan­det sieht in S.[sic].

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16. Februar 1942

[420216–2‑1]

Mon­tag, am 16. Febru­ar 1942.

Mein Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Liebs­ter [Roland]!

Die Uhr zeigt gleich 2 Uhr nach­mit­tags. Soeben bin ich fer­tig mit auf­räu­men. Und nun tue ich nichts eili­ger und lie­ber, als mit Dir reden. Du mein herz­lie­bes, liebs­tes Man­ner­li Du!

Zuerst will ich Dir nur gleich berich­ten, wie wir ges­tern die Groß­mutter fan­den. Es war gar­nicht [sic] schlimm, ihr Befin­den. Sie hat außer dem Schwin­del­ge­fühl kei­ner­lei Beschwer­den.

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15. Dezember 1941

[411215–1‑1]

Mon­tag, den 15. Dez. 1941

Her­ze­lein! Gelieb­te! Über alles gelieb­tes Weib! Du!!!

Herz­lieb! Wohin soll ich denn heu­te mit allem Glück? Du! Du!! Das sit­ze ich nun und weiß nicht recht aus noch ein mit aller Freu­de, mit allem Glück! Denk nur: drei Päck­chen sind gekom­men von mei­nem Schät­ze­lein – alle ganz wohl­be­hal­ten. Ob die wohl für Weih­nach­ten bestimmt sind? Eins hab[‘] ich geöff­net. [Es] Stand gar kei­ne War­nung, kein Halt dar­auf. Wei­ter­le­sen!

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