17. März 1942

Aus­zug aus dem Brief mit Num­me­rie­rung

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39.

Diens­tag, am 17. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Du mein aller­liebs­ter [Roland]!

Son­nen­schein ist heu­te bei uns! Und blau­er Him­mel! Und die Vögel zwit­schern! Ach Du! Ich glau­be, nun wird bald Früh­ling, Her­ze­lein. Du hast ihn uns gebracht mit Dei­nem lie­ben Blu­men­gruß! Denn seit­dem begann es schön zu wer­den, Du! Ich freue mich ja soo! Wei­ter­le­sen!

27. April 1941

T&Savatarsm[410427–2-1]

Sonn­tag, am 27. April 1941.

Mein liebs­ter [Roland]! Du!! Mein Herz­lieb! Herz­al­ler­liebs­ter mein!!

Du!!! Jetzt muß ich Dich erst ein­mal ganz fest in mei­ne Arme schlie­ßen! – Oh Du!! Sooo ganz fest! Ein so fro­her Sonn­tag ist mir heu­te beschert wor­den! Du!! Der 27.4. ist heu­te – 27+4=31! Ich hab’s ja schon geahnt! Gelieb­ter!! Jubel und Freu­de sind in mir! Ach Du!! Du!! Einen ganz lie­ben, lan­gen Kuß muß ich Dir schen­ken! Wenn auch alle dabei sind – was kümmert’s mich? Ich hab[‘] Dich sooooo lieb! Ich bin sooo glück­lich heu­te!! Wei­ter­le­sen!

21. April 1941

T&Savatar[410421–1-1]

Mon­tag, den 21. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du!!

Bul­ga­ri­scher Oster­mon­tag heu­te! Von 3 Uhr an durf­ten wir aus­ge­hen und mit­fei­ern – ein herr­li­cher Tag wie­der wie der gest­ri­ge. Am Vor­mit­tag sind wir zum Sport­platz gezo­gen und haben Fuß­ball gespielt, zu Mit­tag ein wenig geruht – und dann wie­der aus­ge­flo­gen. Jetzt sit­zen wir in einem Lokal, ein Känn­chen Wein (kei­ne Ban­ge) vor uns – und hier, bei guter Beleuch­tung an wei­ßen Tischen, schließt sich der Hubo ab und ein, um mit sei­nem Herz­lieb zu plau­dern. Schon wie­der! Könn­te jemand mei­nen, hat doch erst heut mor­gen mit ihm geplauscht. Du!!! Nichts Lie­be­res weiß ich! Ein lan­ger, lan­ger lie­ber Bote kam heu­te zu mir mit soviel Son­nen­schein und Freu­de! Ach Herz­lieb, daß wir uns[e]rer Lie­be uns so freu­en dür­fen über alle Fer­ne hin­weg. Herz­lieb! Du wirst es noch hören, viel­leicht eben wie ich heu­te erfah­ren haben [sic], wie froh und glück­lich Dein [Roland] war an dem­sel­ben Tage – an die­sem 13. April. Wei­ter­le­sen!

19. April 1941

T&Savatarsm[410419–1-1]

Sonn­abend, den 19. April 1941.

Herz­lieb! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!! Mein lie­bes Geburts­tags­kind!!!

Mit allen lie­ben Gedan­ken und Wün­schen bin ich bei Dir heu­te! Du! Mein lie­bes, treu­es Weib! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Du bist mein – ich bin Dein! An Dei­ner Sei­te ste­he ich, Dir am nächs­ten – Dir ganz nahe gehö­re ich heu­te zumal. Herz­lieb! Gott sei mit Dir im kom­men­den Jah­re! Er sei mit uns und seg­ne unse­ren Bund. Er schen­ke uns bald einen guten Frie­den und füge es, daß wir recht bald Seit an Sei­te die Fahrt durch die­ses Leben antre­ten kön­nen. Wei­ter­le­sen!

18. April 1941

T&Savatar[410418–1-1]

Frei­tag, den 18. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!!!

Der gan­ze Schrift­ver­kehr hier bei uns ist streng geschie­den in einen gehei­men und einen offe­nen. So möch­te ich auch nun ver­fah­ren. Mei­ne Mut­ter weilt bei Euch. Ich erhielt heu­te einen Brief von Hau­se [sic]. Wenn man von uns[e]rer Mut­ter einen kriegt, dann weiß man über einen Zeit­ab­schnitt gut Bescheid. So berich­tet sie mir auch von S.s Beför­de­rung und von ihrer Absicht, am Diens­tag nach O. zu fah­ren. Ich freue  mich sehr dar­über. Sie schreibt: Da wer­den die 2 [Hil­des] (die 2 Stroh­wit­wen v.R. [sic]) im Jung­fern­stüb­chen schla­fen. Du!! Herz­lieb!!! Geh nur schnell und nimm allen lie­ben, ver­trau­ten Din­gen im „Jung­fern­stüb­chen” einen Eid ab, daß sie schweig­sam sind, nichts aus­plau­dern. Wei­ter­le­sen!