09. Dezember 1941

[411209–1‑1]

[Salo­ni­ki] Diens­tag, den 9. Dez[ember]. 1941

Gelieb­tes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne [Hil­de]!

Gereg­net hat es heu­te am Nach­mit­tag. Gegen 6 Uhr erhob sich ein böi­ger Wind. Wir aber sit­zen in der war­men Stu­be, fried­lich, gemüt­lich. Alle drei lie­ben wir es warm. Und ich fühl­te mich ganz wohl – wenn die Kame­ra­den nicht wie­der mit ihrer blöd­sin­ni­gen, lei­di­gen Rau­che­rei anfin­gen. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

18. März 1941

T&Savatar[410318–2‑1]

Diens­tag am 18. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!

Die Tage zie­hen ins Land, ehe man sich ver­sieht rei­hen sie sich zu Wochen – unhalt­bar dreht sich das Rad der Zeit. 18 Tage sind ver­gan­gen, seit­dem Du mich daheim besuch­test – mich dünkt die­se kur­ze Span­ne Zeit eine Ewig­keit lang. Weil ein neu­es Ereig­nis das ande­re ablös­te, man fand  gar­nicht [sic] Zeit, zu ver­wei­len. Wei­ter­lei­ten!

Plea­se fol­low and like us:
error

19. Januar 1941

T&Savatarsm[410119–1‑1]

Sonn­tag, den 19. Janu­ar 1941.

Mein lie­bes, teue­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gelieb­te!!

Du! Ein ech­ter Win­ter­sonn­tag heu­te. Schnee­trei­ben drau­ßen. Alles Wohl­sein ist heu­te im behag­li­chen Zim­mer. Ver­rie­gelt scheint es nach der Welt drau­ßen. Herz­lieb! Wann wer­den wir sol­chen Tag im eige­nen Heim ver­le­ben? Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

10. Dezember 1939

Liesel 09-12-2012 2. Advent
2. Advent, 9 Dezem­ber 2012. Bild: Lie­sel, über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2014.
391210–2‑1

O., am 2. Advent 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Zwei so lie­be Boten sind nun schon in mei­ner Hand, Du! Ich dan­ke Dir.

Wie ein recht trü­ber Tag sich doch schwer auf’s mensch­li­che Gemüt legen kann. Das fühlt man erst deut­lich, wenn die Son­ne wie­der scheint; die Son­ne, die alles Trü­be, Graue in den Schat­ten stellt, die Beherr­sche­rin des Guten und Schö­nen, deren segen­spen­den­de Kraft auch die Men­schen­her­zen erquickt, sie erlöst aus dump­fen, schwer­mü­ti­gem Brü­ten. Könn­te sie uns nicht Vor­bild sein? Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

29. November 1939

William-Adolphe Bouguereau (1825-1905) - The Proposal (1872)
Wil­liam-Adol­phe Bou­gue­reau, Der Antrag, 1872, über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2014.
[391128–1‑1]

S. am 28. Novem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Nun tren­nen uns nur noch wenig Stun­den von unse­rem Fest­tag, Herz­lie­bes! So wie wir zuein­an­der ste­hen, ergab sich die­ses Ereig­nis eigent­lich wie von selbst, es schien uns nur noch eine For­ma­li­tät, eini­ge Wochen frü­her oder spä­ter, das schien ohne Bedeu­tung. Nun, da ich Dei­nen Eltern geschrie­ben habe und sie um Dei­ne Hand bit­te, erscheint mir die­ser Tag wich­ti­ger, und es ist mir rich­tig fei­er­lich zumu­te gewor­den. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error