Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Optimismus

15. November 1942

Sonn­tag, am 15. Novem­ber 1942.

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein aller­liebs­ter [Roland] ! Du!!

Heu­te kom­me ich aber ganz zei­tig am Nach­mit­tag zu Dir! Es ist gleich erst 1 Uhr vor­bei. Wie sind schon fer­tig mit allem und wol­len nun Sonn­tag hal­ten. Papa muß zwar schla­fen, damit er heu­te im Nacht­dienst nicht […]

12. November 1942

25.)

Don­ners­tag, am 12. Novem­ber 1942. 

Gelieb­ter! Mein [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Du!!! 

Die Hand ist noch ganz unge­lenk von der Käl­te, war eben beim Milch­mann ohne Hand­schu­he, huh! Wie ist’s schon bit­ter kalt! 

Ich muß jetzt immer Hand­schu­he anzie­hen. Hab doch mei­ne lie­be gute Wärm­fla­sche im Krieg! Hof­fent­lich kommt sie mir in “alter Wär­me” wie­der – um den Gegen­satz des Wortes […]

11. November 1942

24.) Mitt­woch­abend, am 11. Novem­ber 1942. 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Vor­bei der Dienst – vor­bei das Abend­brot. Und nun ist auch die Mutsch fer­tig mit dem lan­gen Schrei­be­brief an Dich, damit wird der Feder­hal­ter für mich frei! Ja, so ärm­lich hilft sich nun die bekann­te Schrei­bers­fa­mi­lie Muntschick-[Laube] hin­durch. Wir hat­ten bis vor kur­zem noch 2 Hal­ter. Mutter […]

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