13. Mai 1942

NachderSchlachtbeiCharkow
Drei Feld­we­bel des Infan­te­rie-Regi­men­tes 546 nach der Kes­sel­schlacht bei Char­kow und Isjum, Sowjet­uni­on, 31. Mai 1942. Urhe­ber: Hein­rich Frey, Lizenz CCA-SA 3.0 nicht por­tiert, über Wiki­me­dia Com­mons 09.2018.
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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 13.Mai 1942

Gelieb­te! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te Hil­de!

Du hast mich doch heu­te wie­der so reich beglückt, mir soviel Lie­be und Son­nen­schein gebracht mit dei­nem viel­lie­ben Boten am Don­ners­tag. Oh Her­ze­lein! Weißt du, was sie mir hier bedeu­ten in der Fer­ne? allen Lebens Freu­de und Son­nen­schein! Oh Her­ze­lein! Aus allen Zei­chen leuch­tet mir Dein gelieb­tes Wesen, Dei­ne wun­der­sa­me Lie­be! Du weißt, wie Du mich beglü­cken kannst und ganz erfüllst damit. Und wie­viel Sehn­sucht du auf­rufst in mir! Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

21. März 1942

Das Herz der Königin, Deutschland 1939/1940
Das Herz der Köni­gin, Deutsch­land 1939/1940, Spiel­film, Bild: Zarah Lean­der. Quel­le: Zarahleander.de, 02.2018.

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[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 21. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, teu­res Herz!

Sonn­abend­abend ist. Ganz allein sit­ze ich im Zim­mer bei der Steh­lam­pe – Kame­rad K. ging ins Kino – eine Stu­be ganz allein, einen Ofen, eine Lam­pe, es ist doch wie im Frie­den, nicht schlech­ter als in mei­ner Jung­ge­sel­len­zeit. Wie gut haben wir es! Das wol­len wir immer beden­ken. Wei­ter­le­sen!

19. März 1942

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 19. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Her­ze­lein! In Dei­nem lie­ben Diens­tag­bo­ten sprichst Du mir noch ein­mal von den Mög­lich­kei­ten einer Dienst­ver­pflich­tung. Sie steht im Hin­ter­grund wie sei­ner­zeit das Gespenst mei­ner Ein­be­ru­fung. Ach Gelieb­te, ich kann noch gar nicht an die­ses Gespenst glau­ben. Wei­ter­le­sen!

25. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki], Sonn­abend, den 25. Okt. 1941

Her­ze­lein! Gelieb­te, Du! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Nun geht die Post wie­der, und ich weiß, was mein Schät­ze­lein treibt, kann wie­der rich­tig teil­neh­men an allem, kann immer um Dich sein! Heu­te erreich­ten mich die lie­ben Boten vom Sonn­abend und Sonn­tag. Sei viel­lieb bedankt, Her­zens­schatz, Du! Oh du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

05. Oktober 1941

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Sonn­tag, den 5. Okto­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Der gan­ze Sonn­tag­nach­mit­tag liegt vor mir – offen ste­hen mir Tor und Tür zur Frei­zeit, offen zu ganz belie­bi­ger Ver­wen­dung. (Kame­rad K. ist Schrei­ber vom Dienst) Ach Gelieb­te! Es ist eine fal­sche Frei­zeit – Frei­zeit in der Gefan­gen­schaft. Wei­ter­le­sen!