22. Oktober 1940

[401022–2‑1] Diens­tag, am 22. Okto­ber 1940 in K.. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter mein! End­lich ist er da Dein lie­ber Bote vom Frei­tag. Hab Dank dafür! Du mein [Roland]. Es hat mir so wohl getan, Du! Alles, was Du mir schreibst. Liebs­ter, nun ist es als wärst bei mir gewe­sen, Du!

11. November 1939

[391111–2‑1] O., am 9. Novem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Für Dei­nen lie­ben Brief mei­nen herz­lichs­ten Dank. Ich wuß­te, daß Du mir heu­te schrei­ben wirst. Es ist etwas so Eigen­ar­ti­ges um die Gedan­ken und um die Sehn­sucht. Bei­de gehen so unend­lich weit, wie unsicht­ba­re Fäden ver­bin­den sie uns. Sie drin­gen durch den letz­ten Widerstand […]

28. April 1939

[390428–1‑1] L. am 28. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Als ich ges­tern (zum zwei­ten­mal [sic]) unver­rich­te­ter Sache von unse­rem Post­amt kam, war ich betrübt bei dem Gedan­ken, daß uns[e]rer Begeg­nung höchst­wahr­schein­lich doch ein Hin­der­nis im Wege stün­de, und war auch für[’]s ers­te ein wenig unge­hal­ten dar­über, daß Du mich — was es auch sei — so […]

15. März 1939

[390315–2‑1] O., am 15. März 1939. Mein lie­ber [Roland]! Es gibt im Leben Stun­den, in denen man meint, die Zeit müß­te still ste­hen, so unwie­der­bring­lich schei­nen sie uns. Und ich emp­fin­de das jedes­mal [sic] auf’s Neue, wenn Du bei mir bist.

08. März 1939

[390308–1‑1] L. am 8. März 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Pünkt­lich erhielt ich heu­te Dei­nen Brief. Vie­len Dank Dei­nen Plan. Ich neh­me ihn an. Den kom­men­den Sonn­tag hal­te ich mir frei. Ganz ohne Gewalt geht das meis­tens nicht. Fast jede uns[e]rer Begeg­nun­gen hat etwas Zwin­gen­des, will sagen, sie konn­te nur eben an die­sem und kei­nem ande­ren Tage sein.

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