26. Februar 1942

[420226–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 26. Febr. 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­te Mein!

Ges­tern hat es Bla­sen gereg­net – und dar­um hat es heu­te wie­der gereg­net. Eine war­me Süd­strö­mung bringt den Regen, der das Grün mäch­tig her­vor­lockt. Und schon gibt es wie­der Hoch­was­ser und unpas­sier­ba­re Brü­cken – Zug­ver­spä­tung und kei­ne Post. Das sind so ursäch­li­che Zusam­men­hän­ge auf dem Bal­kan, pri­mi­tiv und hand­greif­lich.

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25. Februar 1942

[420225–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 25. Febru­ar 42

Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Dein lie­ber Bote ist wie­der zu mir gekom­men heu­te, Mit­tel­punkt und Son­nen­kraft mei­nes Tages, Gelieb­te! Acht Tage lang ist die Post gut gegan­gen, sechs Tage braucht sie bis zu mir. Heim­wärts geht sie meist ein wenig schnel­ler – und Du wirst nun auch von mir Nach­richt haben. Schrieb ich Dir schon, daß auch Dei­ne Boten samt den Nach­züg­lern in mei­ner Hand sind? Her­ze­lein! Auch die ganz dicken aus den Tagen kurz vor dem Urlaub, die schier bers­ten wol­len vor Lie­be und Freu­de und Unge­duld! Du!!! Du!!!!!

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25. Dezember 1940

T&Savatar[401225–1‑1]

Am 1. Weih­nachts­fei­er­tag 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!!

Ach Du, der Hei­lig­abend ges­tern war ein so merk­wür­di­ger Tag. Solan­ge, wies ich nun schon von Hau­se weg­bin [sic], solch Heim­weh hat­te ich noch nie wie ges­tern! War es, weil Ihr zu Hau­se alle an mich gedacht habt, und Du, Herz­lieb. allen zuvor? [sic] Ach Du! Am Nach­mit­ta­ge schon pack­te es mich: H. schick­te mir ein Weih­nachts­ge­schenk, am 22. schick­te er es ab, sich sei­nes tra­di­tio­nel­len Zuspät­kom­mens ent­schul­di­gend, und nun [ka]m es ganz pünkt­lich. Dann wur­de ich mit­ten aus der Arbeit weg­ge­ru­fen, da stand Dein Weih­nachts­mann drau­ßen, Frau Peter­son mit dem Hei­ni! Und wie ich dann geschäf­tig auf- und abge­he, da dringt aus den Stu­ben das Lied von der Stil­len Nacht, Du!, da preß­te es mir die Trä­nen mit aller Gewalt in die Augen. Wei­ter­le­sen!

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14. November 1940

Coven­try vor dem Blitz: War­wick Lane, 1931, Quel­le: Coven­try Histo­ry Cen­ter, Her­bert Art Gal­le­ry & Muse­um, über die BBC, 11.2015.

[401114–1‑1]

Don­ners­tag, den 14. Novem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Siehst auch nach dem Kalen­der, Herz­lie­bes, wie es rückt, Du?! Heut[’] in 8 Tagen willst schon in Hal­le sein, und wann Dich mein Bote erreicht, sind es schon längst nicht mehr 8 Tage. Wie fern lag die­ser Tag zuerst, in wei­ter, nebel­haf­ter Fer­ne, ohne Gestalt. Und nun hat alles ein Gesicht, hat Gestalt gewon­nen —  in sei­nem auße­ren Ablauf. In uns[e]ren Her­zen aber war­ten Jubel und [Fr]eude und noch vie­les ande­re dar­auf, die­sen Tag und die Zeit uns[e]res Bei­sam­men­seins zu erfül­len. Gott wal­te gnä­dig über unse­rem Glück! Wei­ter­le­sen!

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30. Oktober 1940

Wappen Frankreichs
Per­sön­li­ches Emblem vom fran­zö­si­schen Staats­chef Mar­schall Hen­ry Phil­ip­pe Pétain und infor­mel­les Wap­pen von Vichy Frank­reich, Abbil­dung: Tom Lem­mens. Lizen­ziert unter CC-BY 4.0 über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

[401030–1‑1]

Mitt­woch, den 30. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Hol­de mein!

Vor­bei. Alles vor­bei. Glück­lich vor­bei. Es war ja ganz harm­los. Der Kom­man­deur war sehr zufrie­den. Und — dar­über habe ich Freu­de emp­fun­den — unser Zug­füh­rer hat ver­dien­tes Lob geern­tet. Ja, und nun — nun war­ten wir. ½ 7 Uhr Uhr [sic] soll die Abschieds­fei­er begin­nen. Es wird war­mes Essen geben aus der Kom­pa­nie­kas­se. Es wird getrun­ken wer­den. Sonst ken­ne ich unser Pro­gramm noch nicht. Lan­ge wird es nicht dau­ern, daß ich mich zurück­zie­hen kann, ohne daß die ander[e]n es mer­ken. Zurück­zie­hen zu mei­nem lie­ben Kame­ra­den, zu Dir! “30. Okto­ber 1940” wei­ter­le­sen

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