11. Mai 1942

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[Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du!

[Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern wie­der ein­mal bei Dir haben willst, weil Du mich so lieb­hast! Du! Du!!! Was man im lie­ben Mai­en pflanzt, das wächst doch fein schnell. Wei­ter­le­sen!

08. Mai 1942

Joseph Marx 1903.jpg
Joseph Rupert Rudolf Marx, öster­rei­chi­scher Kom­po­nist, Pia­nist, Musik­päd­ago­ge und Kri­ti­ker, 1903. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

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85.

Frei­tag, am 8. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, aller­liebs­tes Her­ze­lein! Du!!

Es ist Abend gewor­den über den Pflich­ten des Tages. Nun rückt der Zei­ger der Uhr auf 900, ich kann nun Fei­er­abend hal­ten, Herz­lieb! Mit Dir!! Mit Dir allein ist es doch erst rech­ter Fei­er­abend, Du! Im Rund­funk erklingt ein schö­nes Sym­pho­nie­kon­zert aus Wien, ich mag nicht abschal­ten, ehe es zu Ende ist. Die­se Musik ist dem Ohr eine rich­ti­ge Labe nach dem Gedu­del tags­über, seit nahe­zu einer vol­len Woche hört man nichts als Früh­lings­mu­sik, was für wel­che! Wei­ter­le­sen!

07. Mai 1942

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Don­ners­tag, den 7. Mai [19]42

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Das Wich­tigs­te zuvor. So wie man erst im Zuge sit­zend sagen kann, daß man Urlaub hat, so auch, daß man abkom­man­diert wird. Es ist also ganz dumm, vor­her voll Unru­he zu sein, „durch­zu­dre­hen“, wie man hier sagt. Aus uns[e]rer Abrei­se wird also nichts, weil kei­ne Ersatz­leu­te da sind und gestellt wer­den kön­nen. Heu­te ist des­halb mit der ent­schei­den­den Stel­le tele­fo­niert wor­den, ich war selbst Zeu­ge die­ses Gesprä­ches. Wei­ter­le­sen!

14. März 1942

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36.

Sonn­abend, am 14. März 42

Mein Her­ze­lein! Lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Du! Heu­te bin ich ganz allein zuhaus.

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26. Februar 1942

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 26. Febr. 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­te Mein!

Ges­tern hat es Bla­sen gereg­net – und dar­um hat es heu­te wie­der gereg­net. Eine war­me Süd­strö­mung bringt den Regen, der das Grün mäch­tig her­vor­lockt. Und schon gibt es wie­der Hoch­was­ser und unpas­sier­ba­re Brü­cken – Zug­ver­spä­tung und kei­ne Post. Das sind so ursäch­li­che Zusam­men­hän­ge auf dem Bal­kan, pri­mi­tiv und hand­greif­lich.

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