Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Offizierausbildung

11. Mai 1942

[420511–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du! [Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern […]

08. Mai 1942

[420508–2‑1] 85. Frei­tag, am 8. Mai 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, aller­liebs­tes Her­ze­lein! Du!! Es ist Abend gewor­den über den Pflich­ten des Tages. Nun rückt der Zei­ger der Uhr auf 900, ich kann nun Fei­er­abend hal­ten, Herz­lieb! Mit Dir!! Mit Dir allein ist es doch erst rech­ter Fei­er­abend, Du! Im Rund­funk erklingt ein schö­nes Sym­pho­nie­kon­zert aus […]

07. Mai 1942

[420507–1‑1] Don­ners­tag, den 7. Mai [19]42 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Das Wich­tigs­te zuvor. So wie man erst im Zuge sit­zend sagen kann, daß man Urlaub hat, so auch, daß man abkom­man­diert wird. Es ist also ganz dumm, vor­her voll Unru­he zu sein, „durch­zu­dre­hen“, wie man hier sagt. Aus uns[e]rer Abrei­se wird also nichts, weil […]

28. März 1942

[420328–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 28. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Ich komm[‘] doch gleich erst [ein]mal zu Dir! Ganz still ist[‘]s im Hau­se. Sie sind alle im Hafen zur Sonn­abend­mus­te­rung. Ich brau­che dar­an nicht teil­zu­neh­men, muß die Schreib­stu­be bewa­chen. Und was tut das böse Man­ner­li? Holt sich sein aller­liebs­tes Schät­ze­lein her­ein – und […]

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