Trug und Schein: Ein Briefwechsel

NSDAP

09. November 1942

22.)

Mon­tag, am 9. Novem­ber 1942.

Gelieb­tes teu­res Herz! Du mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland] mein!

Ich seh­ne mich doch so nach Dir, Schät­ze­lein! Du!! Du!!!

Und ich kom­me doch gleich am lie­ben Mon­tag­mor­gen schon wie­der zu Dir, Ach Her­ze­lein! Ganz lieb und fest und innig umfan­ge ich Dich! Du!!! Drü­cke Dich sooo lieb an mich, Du mein Her­zens­schatz, mein […]

22. März 1942

[420322–2‑1] [O.] Sonn­tag, am 22. März 1942. Mein Her­zens­schät­ze­lein! Lie­ber, liebs­ter [Roland] Du! Sonn­tag­mor­gen ist, die lie­be Son­ne scheint – aber stür­misch ist’s drau­ßen. Da wird alle Näs­se vom Tau­wet­ter gut abtrock­nen. Ich bin allein heu­te, Her­ze­lein! Nur am Vor­mit­tag. Die Oma rief ges­tern an, ob die Eltern könn­ten mal [ein] paar Stun­den hel­fen kom­men. […]

15. März 1942

[420315–2‑1] 37. Sonn­tag, am 15. März 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter guter [Roland]! Es wird bald um 2 Uhr nach­mit­tags sein. Ich sit­ze wie­der bei mei­ner liebs­ten Beschäf­ti­gung des Tages. Eben habe ich das Radio aus­ge­schal­tet, der Vater will Mit­tags­ru­he hal­ten. Die Hel­den­ge­denk­fei­er, die aus dem Zeug­haus in Ber­lin über­tra­gen wur­de, wo der Füh­rer sprach, ist […]

14. März 1942

[420314–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 14.3.42 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Sonn­abend­abend. Es ist eben 8 Uhr vor­bei. Warm ist’s in unser[e]m Stüb­chen. Kame­rad K. hat sich eben ins Nach­bar­zim­mer bege­ben zum Skat­abend. Dar­auf hat doch das Man­ner­li gewar­tet. Nun kann es ganz unge­stört mit Dir plau­dern, ganz lieb Zwie­spra­che hal­ten, gelieb­tes Herz! Plea­se […]

08. März 1942

[420308–2‑1] 30. Sonn­tag, am 8. III. 1942. Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Sonn­tag­nach­mit­tag um 2 Uhr. Fei­er­tag! Und rich­ti­ger Fei­er­tag ist doch erst mit Dir, Du!!! Das „Land­jahr­mä­del“ ist in Gna­den ent­las­sen. Es darf nun ihrem, nein sei­nem Liebs­ten schrei­ben. Oh – mit Freu­den!! Ich will Dir zuerst mal von mei­ner Fahrt nach Chem­nitz erzäh­len. […]

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