16. März 1942

[420316–2‑1]

38.

Mon­tag, am 16. März 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Man­ner­li!

Du! Gleich will ich mich noch zu Dir set­zen, ehe ich zum Pfarr­amt gehe. Ich muß eben dar­an den­ken, daß die Pfar­re Dir ein unheim­li­ches Haus ist. In gewis­ser Hin­sicht hast Du recht. So ein gro­ßer düs­te­rer Bau – die Lebens­ge­schich­ten der Pfar­rer betrach­tet, die schon drin wohn­ten, denen allen mehr oder weni­ger kein glück­li­ches Los beschie­den war. Sei es nun durch eige­nes Ver­schul­den oder nicht. Es könn­te einem schon unheim­lich sein.

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10. März 1942

[420310–2‑1]

Diens­tag, am 10. März 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes Man­ner­li!

Ges­tern abend war es spät gewor­den im Frau­en­dienst. [Ich] Bin erst nach 11 Uhr heim. Es war ein schö­ner Abend. Nach der Ehrung sprach der Pfar­rer noch von der rus­si­schen Fröm­mig­keit. Er las aus einem Brief eines Mis­sio­nars, der vori­ges Jahr an den Grenz­ge­bie­ten gewirkt hat­te und auch bis zum Lado­ga-See vor­ge­sto­ßen war, von dem jetzt wie­der ab und zu die Rede ist im Wehr­macht­be­richt.

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08. März 1942

[420308–2‑1]

30.

Sonn­tag, am 8. III. 1942.

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]!

Sonn­tag­nach­mit­tag um 2 Uhr. Fei­er­tag! Und rich­ti­ger Fei­er­tag ist doch erst mit Dir, Du!!! Das „Land­jahr­mä­del“ ist in Gna­den ent­las­sen. Es darf nun ihrem, nein sei­nem Liebs­ten schrei­ben. Oh – mit Freu­den!! Ich will Dir zuerst mal von mei­ner Fahrt nach Chem­nitz erzäh­len.

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26. November 1941

[411126–2‑1]

Mitt­woch, am 26. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein liebs­ter, liebs­ter [Roland]! Du!!!

Ach! Könn­te ich mich jetzt an Dei­ne Sei­te set­zen, ganz froh und still! Könn­te ich mei­nen Kopf an Dei­ne Schul­ter leh­nen, es ist so beglü­ckend, Dei­ne Nähe zu füh­len, die mir so viel Gebor­gen­heit und Ruhe schenkt. Gelieb­ter! Mit Dir möch­te ich nun Fei­er­abend hal­ten, oh Du!!! Es war wie­der ein beweg­ter Tag heu­te. Wei­ter­le­sen!

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24. November 1941

[411124–2‑1]

Mon­tag, am 24. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Wie­der fängt eine neue Woche an, ach glaubst, mir ver­ge­hen sie doch so schnell jetzt! Ist es, weil ich von Woche zu Woche auf mei­ne Gesund­heit hoff­te? Weil ich so war­te­te? Ach nein, wohl nicht allein das ist es. Ich zäh­le doch schon heim­lich die Tage, bis mein Schät­ze­lein heim­kom­men wird! Ganz lei­se erst! Aber ich kann mir’s nicht ver­knei­fen, daß ich sie nicht zäh­len soll­te! Und dar­um eilt wohl die Zeit so [d]ahin. Du! Magst mei­ne Rech­nung mal wis­sen, Herz­lieb? Wei­ter­le­sen!

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