Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Nordafrika

16. November 1942

29.)

Mon­tag­abend, am 16. Novem­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­bes, herz­lie­bes Man­ner­li! Mein [Roland] !

Hast Du ein lie­der­li­cher Wei­bel! Es ist schon 800 [Uhr] abends und da ist es erst aus der Groß­stadt heim­ge­kom­men – gleich zum Mon­tag! – und nun sitzt es doch schon bei Dir und denkt ganz lieb Dein! Ach Du!! Hab doch eben mein ein­sa­mes Abendbrot […]

11. November 1942

24.) Mitt­woch­abend, am 11. Novem­ber 1942. 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Vor­bei der Dienst – vor­bei das Abend­brot. Und nun ist auch die Mutsch fer­tig mit dem lan­gen Schrei­be­brief an Dich, damit wird der Feder­hal­ter für mich frei! Ja, so ärm­lich hilft sich nun die bekann­te Schrei­bers­fa­mi­lie Muntschick-[Laube] hin­durch. Wir hat­ten bis vor kur­zem noch 2 Hal­ter. Mutter […]

21. Juni 1942

[420621–2‑1] Sonn­tag, am 21. Juni 1942. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­bes gutes Man­ner­li! Du! Ich bin doch heu­te in Dei­nem lie­ben Eltern­hau­se! Du! Gelieb­ter! Voll Sehn­sucht den­ke ich Dein. Eben ver­klang eine Son­der­mel­dung im Rund­funk. Ein gro­ßer Teil der Fes­tung Tobruk ist in deut­schen Hän­den! Man hat die Über­ga­be ange­bo­ten! Es „rom­melt“ in Afrika!! 

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