Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Neid

16. Mai 1941

[410516–2‑1] Frei­tag, am 16. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!! Herz­lieb! 2 lie­be Boten von Dir sind heu­te früh zu mir gekom­men. Ich habe mich ganz sehr dar­über gefreut, Du!! Und ich dan­ke dir recht herz­lich dafür! Vom 1. Und 2. Mai sind sie, und alle bei­de doch erst am […]

[16. Januar 1939] Das Heim

[390116–2‑2] Das Heim [dem Brief 390116–2‑1 bei­gelegt] Die Wän­de eines Hei­mes sind nicht aus Holz oder Stei­nen gefügt, son­dern aus Wahr­heit und Treue. Uner­freu­lich­kei­ten, Rei­be­rei­en des Lebens, der Wider­streit der Per­sön­lich­kei­ten, sie wer­den nicht durch per­si­sche Tep­pi­che oder Par­kett­bö­den auf­ge­ho­ben, son­dern durch Ver­söhn­lich­keit, Nach­gie­big­keit und Selbst­be­herr­schung. Plea­se fol­low and like us:

03. Dezember 1938

[381203–1‑1] L. am 3. Dezem­ber 1938. Lie­be [Hil­de]! Viel­leicht sind Sie aus mei­nem Brief gar nicht recht klug gewor­den. Er ist voll dunk­ler Stim­mun­gen, es sind wenig kla­re Gedan­ken dar­in. Und eines tut mir heu­te auf­rich­tig leid, lie­be, lie­be [Hil­de], daß ich den Brief­schluß ein [sic] Grad weni­ger herz­lich hielt. Ich schrieb den Brief unter […]

29. November 1938

[381129–2‑1] O., am 27. Novem­ber 1938. am 29. Novem­ber 1938. Lie­ber [Roland]! Man möch­te mei­nen, ein Sonn­tag sei wie der ande­re, aber dem ist nicht so. Die Sonn­ta­ge haben ihr eige­nes Gesicht wie die Jah­res­zei­ten. Ein Früh­lings­sonn­tag ist anders als ein Sonn­tag im Herbst. Ich den­ke an den vori­gen, den Toten­sonn­tag — er läßt sich doch […]

21. November 1938

[381121–1‑1] L. am 21. 11. 1938. am Mon­tag Lie­be [Hil­de]! Ein wenig trau­rig bin ich heu­te. Wie flüch­tig sind doch ein paar schö­ne Stun­den. Ich möch­te gern dem gest­ri­gen Tage nachträu­men und mein Herz aus­schwin­gen las­sen. Alles ist mir zuwi­der und stört mich. Ein wenig müde bin ich auch noch. Daß ich allein bin, emp­fin­de […]

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