21. Mai 1942

[420521–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums zum neu­en Staat. Wir kom­men in unse­ren Ansich­ten und Mei­nun­gen ganz über­ein und sind auch alle der Hoff­nung, daß es nach die­sem Krie­ge auch zu einer Befrie­dung im Inner[e]n kom­men wird. Du kannst Dir den­ken, daß ich mich gern ein­mal so unter­hal­te – mit K. und H. konn­te ich das nicht, sie haben zu die­sen Fra­gen kei­ne Stel­lung, sie ken­nen die­se Fra­gen gar nicht. “21. Mai 1942” wei­ter­le­sen

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20. Juli 1941

T&Savatar[410720–2‑1]

Sonn­abend, am 19. Juli 1941.

Mein Her­zens­schatz! Du mein gelieb­ter, lie­ber [Roland]!

Herz­lieb Du!!! Gleich zuerst mal das Geschäft­li­che. Es kam heu­te ein Schrei­ben an von der Schul­lei­tung Sch., Kreis Pir­na. Wor­in man mich bat um Aus­kunft: Geburts­da­tum, Glau­bens­be­kennt­nis, frü­he­rer Beruf. Wei­ter­le­sen!

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22. November 1939

Auszug, Neueste Zeitung, 9/272 (20.11.1939), S. 1, über Uni-Frankfurt Digitale Sammlung, 11.2014.
Aus­zug, Bericht über den gesun­ke­nen hol­län­di­schen Pas­sa­gier­damp­fer Simon Boli­var, Neu­es­te Zei­tung, 9/272 (20.11.1939), S. 1, über Uni-Frank­furt Digi­ta­le Samm­lung, 11.2014.

[391122–2‑1]

O., am 22. Novem­ber 1939.

Am Mon­tag.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Ich lie­ge nun schon in mei­nem Bett — in unser[e]m Bett, Du! Es schlägt gera­de 8 vom Kirch­turm. Wirst Du auch schon zur Ruhe gegan­gen sein? Ob Du auch wohl­be­hal­ten heim gekom­men bist? Wenn das Licht so hell scheint, dann bin ich ganz ruhig — aber im Dun­keln, Du! Wei­ter­le­sen!

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11. November 1939

[391111–2‑1]

O., am 9. Novem­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Buergerbraeukeller
Das Bür­ger­bräu­kel­ler im Rosen­hei­mer Stra­ße 29, Mün­chen, 8./9. Novem­ber 1933, Foto­ar­chiv Hoff­man, über His­to­ri­sches Lexi­kon Bay­erns und Wiki­me­dia Com­mons, 10.2014
Für Dei­nen lie­ben Brief mei­nen herz­lichs­ten Dank. Ich wuß­te, daß Du mir heu­te schrei­ben wirst. Es ist etwas so Eigen­ar­ti­ges um die Gedan­ken und um die Sehn­sucht. Bei­de gehen so unend­lich weit, wie unsicht­ba­re Fäden ver­bin­den sie uns. Sie drin­gen durch den letz­ten Wider­stand hin­durch, der sich bie­tet und gelan­gen doch zu der See­le, die sie suchen.

Wei­ter­le­sen!

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15. Oktober 1939

Bundesarchiv Bild 183-2008-0415-508, Warschau, Luftaufnahme, Zerstörungen.jpg
War­schau, Luft­auf­nah­me, Zer­stö­run­gen, Bild: Arthur Grimm, 1. Sep­tem­ber 1939, DBa Bild 183‑2008-0415–508, Lizen­ziert unter CC-BY-SA‑3.0‑de über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2014.

[391015–2‑1]

O., am 15. Okto­ber 1939.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Abend ist es, da ich hier sit­ze und schrei­be. Warm ist es im Zim­mer und die Lam­pe spen­det ihr mil­des, tröst­li­ches Licht. Es ist gut und schön — und ich emp­fin­de dank­bar, daß ich jetzt gebor­gen im Eltern­hau­se sein kann, wäh­rend drau­ßen Sturm und Regen der Natur die letz­te Schön­heit voll­ends rau­ben. Heu­te Vor­mit­tag bin ich ein Stück gegan­gen und ich sah, wie drau­ßen das Ster­ben mit Rie­sen­schrit­ten vor­an­geht. Ich habe den Herbst gern, er ist eine erns­te Jah­res­zeit — in mei­nen Gedan­ken sehe ich den Herbst oft als ein Gleich­nis für die Men­schen. “15. Okto­ber 1939” wei­ter­le­sen

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