18. Marz 1942

[420318–1-1]

[Salo­ni­ki,] Mitt­woch, den 18. März 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Soviel Lie­be ist heu­te zu mir gekom­men, daß ich gar nicht noch weiß, wohin mit aller Freu­de, mit allem Glück. Zwei lie­be Boten von Dir, der vom Diens­tag und der vom Don­ners­tag, einen Brief von daheim und einen von H.s aus L. Und woher mir dann die größ­te Freu­de ward?

“18. Marz 1942” wei­ter­le­sen

02. März 1942

[420302–2-1]

Mon­tag, am 2. März 1942.

Her­zens­schätz­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Hast Du denn Dein Frau­chen schon ‚amt­lich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freu­de an dem Stem­pel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz beson­de­res Ver­gnü­gen für mich, so einen Stem­pel drauf­zu­drü­cken! Nur konn­te ich noch nie­mals einemn mein Eigen nen­nen. Nun bin ich glück­li­cher Besit­zer!

“02. März 1942” wei­ter­le­sen

07. Oktober 1940

Volks­schul­klas­se mit Leh­re­rin, geschmückt für das Ern­te­dank­fest. Kärn­ten, Ost­mark, 1941. Foto: Dr. Hel­ga Duf­fek-Kop­per, Web­sei­te: Krump­fen­dorf­chro­nik, 10.2015.

[401007–2-1]

Mon­tag, am 7. Okto­ber in K., 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter [Roland]!

Es ist vor­bei, das Gefühl des Ver­las­sen­seins, Du!

Was war das ges­tern? Es hat­te mich wie­der ein­mal über­mannt. Schuld dar­an trug viel­leicht mei­ne gegen­wär­ti­ge Umge­bung; die schwer­mü­ti­ge, süße Musik; die Unter­hal­tung der ande­ren, und ich mit­ten drin und doch so ver­las­sen, so voll unge­stü­mer Sehn­sucht nach Dir, mein [Roland]. Wei­ter­le­sen!