Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Nachbarn

23. März 1942

[420323–2‑1] 42. Mon­tag, am 23. März 1942. Gelieb­tes Her­ze­lein! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]! Mon­tag­mor­gen um 9 [Uhr] – ich muß jetzt gleich zu Dir kom­men. Mein Nach­mit­tag ist heu­te besetzt und es wäre ohne­hin die Mutsch daheim, weißt? Wenn ich allein bin kom­me ich doch viel lie­ber zu Dir, Du!! Ich füh­le mich doch immer so […]

18. März 1942

[420318–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mitt­woch, den 18. März 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, treu­es Weib! Soviel Lie­be ist heu­te zu mir gekom­men, daß ich gar nicht noch weiß, wohin mit aller Freu­de, mit allem Glück. Zwei lie­be Boten von Dir, der vom Diens­tag und der vom Don­ners­tag, einen Brief von daheim und einen von H.s aus L. […]

02. März 1942

[420302–2‑1] Mon­tag, am 2. März 1942. Her­zens­schätz­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Hast Du denn Dein Frau­chen schon ‚amt­lich‘ geseh[e]n? Ich weiß nicht, ob Du soviel Freu­de an dem Stem­pel hast wie ich. Weißt, es war schon immer ein ganz beson­de­res Ver­gnü­gen für mich, so einen Stem­pel drauf­zu­drü­cken! Nur konn­te ich noch nie­mals einemn mein Eigen […]

07. Oktober 1940

[401007–2‑1] Mon­tag, am 7. Okto­ber in K., 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter [Roland]! Es ist vor­bei, das Gefühl des Ver­las­sen­seins, Du! Was war das ges­tern? Es hat­te mich wie­der ein­mal über­mannt. Schuld dar­an trug viel­leicht mei­ne gegen­wär­ti­ge Umge­bung; die schwer­mü­ti­ge, süße Musik; die Unter­hal­tung der ande­ren, und ich mit­ten drin und doch so ver­las­sen, so […]

Nach oben scrollen