12. August 1941

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Diens­tag, am 12. August, 1941.

Mein Herz­lieb! Du!!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland][!]

Und wie­der ist es Nach­mit­tag – die Zeit, da ich mich hin­set­ze, Dein zu den­ken. Der Him­mel zeigt schon seit Tagen ein fins­t’­res Gesicht, win­dig ist es drau­ßen – kühl. Ich muß immer ein wenig Feu­er anma­chen; wenn man nach­mit­tags still im Zim­mer sitzt[,] ist es kühl. Du! Ges­tern beka­men wir einen Teil uns[e]rer Win­ter­feue­rung! Ich will nur recht spar­sam damit umge­hen, man weiß nicht[,] wie sich dies­mal der Win­ter anläßt – und wie wär­me­be­dürf­tig ich sein wer­de! Um mich gehts’ [sic] ja haupt­säch­lich; denn die Eltern sind den größ­ten Teil des Tages außer­halb. Wei­ter­le­sen!

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26. Januar 1941

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Sonn­tag, am 26. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­te!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Gelieb­ter Du!!

Traum­los bin ich in den Sonn­tag hin­ein geschlum­mert – heu­te mor­gen 8 Uhr weck­te Vater mich! Aber nicht so, wie Du mich viel­leicht geweckt hät­test!! Herz­lieb!! Sei­ne lau­te Stim­me erscholl unter der Tür: „[Hil­de]! komm – auf­ste­hen! Es ist 8 [Uhr] durch!“ Und er schal­te­te das Licht ein, damit mein ver­dun­kel­tes Käm­mer­lein hell wür­de und ich mich rascher aus den Federn fän­de! Wei­ter­le­sen!

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15. Dezember 1940

Antoniterkirche Köln 1940.jpg
Weih­nachts­zeit 1940, hier die Anto­ni­ter­kir­che Köln, Foto von ev. Gemein­de Köln, lizen­ziert unter Copy­right­ed free use über Wiki­me­dia Com­mons, 12.2015.

[401215–2‑1]

Sonn­tag, am 3. Advent 1940.

Gelieb­ter, mein [Roland]!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Du!! Du!!!

Du!! Wie soll ich denn nun anfan­gen mit der Bot­schaft, die ich Dir brin­gen will? Ach, Du!!! Hast Du es nicht schon gefühlt heu­te früh, genau um 700, mit dem Glo­cken­schlag? Du mußt es ja doch gefühlt haben — Du — so jäh, so hef­tig und so innig, fest dach­te ich an Dich, mein Herz!! Du!! Du!!! Ach, die gan­ze Nacht schon muß­te ich Dei­ner den­ken, weil ich wie­der ein­mal nicht schla­fen konn­te, Du! Und dabei war ich so erschöpft. Hef­ti­ge Schmer­zen im Leib plag­ten mich — ich konn­te kein Auge zu tun. Ich hat­te Angst, daß ich mir etwa Scha­den getan hät­te beim Waschen. Wir haben näm­lich alles auf der Hand gewa­schen, nicht mit der Wasch­ma­schi­ne, weil’s da so über die Wäsche geht — und das strengt den Rücken und den Leib ganz schön an; aber ich habe mich doch so in acht genom­men. Wei­ter­lei­ten!

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