Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Mutter

07. November 1942

20.)

Sonn­abend, am 7. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein aller­liebs­tes gutes Man­ner­li! Mein [Roland]!

Guten Mor­gen! Du!! Bist doch schon über Dei­ne Arbeit gebeugt, es ist 15 Minu­ten nach 8 Uhr, kann mir doch nur schnell einen Blick haschen, oder ein Küß­chen dazu? Ach Du! Wenns [sic] nie­mand sieht, dann schon! Gelt? Her­ze­lein! Heu­te will nach vie­lem Regen […]

01. November 1942

Sonn­tag, den 1. Nov. 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]!

Der Tag neigt sich. Und nun kom­me ich erst dazu, Dein zu den­ken. Bis jetzt fand ich kei­ne Ruhe weil ich doch Dienst habe. Ich bin heu­te U.v.D. in Unter­kunft I, das ist, wo ich sel­ber woh­ne. Da ruft es oft an, die Arrestan­ten müs­sen her­aus­ge­las­sen wer­den […]

26. September 1941

[410926–2‑1] Frei­tag, am 26. Sep­tem­ber 41. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Du sitzt im Zuge, schickst viel­leicht gera­de jetzt auch Dei­ne Gedan­ken zu mir – Du! Ach Du! Wie könn­te es wohl anders sein? Du mußt so wie ich zurück­den­ken – zurück an unser uner­meß­li­ches Glück, an die köst­li­chen Stun­den innigs­ter Ver­bun­den­heit und heim­lichs­ter Trau­te – mein gelieb­ter […]

18. Mai 1941

[410518–2‑1] Sonn­tag­abend, am 18. Mai 1941 Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, guter [Roland]!! Das Brief­pa­pier ist alle und ich habe nir­gends in der Stadt wel­ches auf­trei­ben kön­nen. Erst kom­men­de Woche bekom­men die Geschäf­te wie­der wel­ches her­ein. Aber dies hier ver­rich­tet es auch ein­mal, ja? Wenn es nur so beschaf­fen ist, daß mein Herz­lieb alles […]

14. Mai 1941

[410514–2‑1] Mitt­woch, am 154. Mai 1941. Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein Herz­lieb! Liebs­ter [Roland]! Noch ist kein Bote da von Dir, er hat sich mal wie­der um eini­ges ver­spä­tet. Ich will mich noch gar­nicht sor­gen, Herz­lieb! Die Ver­spä­tung ist ja so natür­lich. Du mußt trotz allem wohl­auf und froh sein, ich fühl’s in mir, […]

Nach oben scrollen