21. Mai 1942

Bundesarchiv Bild 101I-163-0318-30, Griechenland, deutsche Soldaten in Geschäft.jpg
Grie­chen­land, deut­sche Sol­da­ten in Geschäft, plün­dernd, April 1941. Quel­le: Bun­des­ar­chiv, Bild 101I-163‑0318-30 / Bau­er / CC-BY-SA 3.0. Über Wiki­me­dia Com­mons, 11.2018.

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 21. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

[Ich] Bin doch schon wie­der bei Dir, Du!!! Mit­tag­stun­de ist, [sie] dau­ert doch jetzt über 4 Stun­den. Und heu­te ist es doch gar nicht so schwül. Ein fri­scher Wind hat sich auf­ge­macht und macht den war­men Tag ange­nehm. Und so bleibt vom Mit­tags­tünd­chen gleich etwas übrig für mein Schät­ze­lein! Wenn es bei mir wäre, gehör­te ihm das gan­ze Mit­tags­tünd­chen, gelt? Wei­ter­le­sen!

15. Mai 1942

Gewölbe im Chorumgang
Gewöl­be im Chor­um­gang, Stadt­kir­che St. Jako­bi, Chem­nitz, 28 Sep­tem­ber 2010. Foto: StefT­hie­le. Lizenz CCA-SA 3.0 Unpor­ted de, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.
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[Salo­ni­ki] Frei­tag, den 15. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be liebs­te [Hil­de]!

Wie regt sich die Lust da zu sin­gen – – “, ja Her­ze­lein! Sin­gen möch­te ich wie­der ein­mal, ach Du! wie­der ein­mal musi­zie­ren – für gar kei­nen beson­de­ren Zweck als nur eben aus Lust dar­an und nur für Dich, Gelieb­te! Kein Lied kann ich rich­tig aus­wen­dig mit Text und Melo­die – es ist ein Jam­mer! Das soll doch mal ganz anders wer­den. Und das wird schon dann [a]nders, wenn man nicht nur so vor sich selbst hin­mu­si­ziert, son­dern jeman­dem sich ver­ständ­lich machen will. “15. Mai 1942” wei­ter­le­sen

12. Mai 1942

Hoffmann von Fallersleben
Hoff­mann von Fal­lers­le­ben, Por­trait und Unter­schrift, vor 1874. Quel­le: Post­kar­te um 1910/20. Ver­lag Albert Frisch, Ber­lin. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons 09.2018.
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Diens­tag, den 12. Mai 42

Mei­ne Lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gold­her­ze­lein, Gelieb­te mein!

Abend ist es wie­der über Wald und Feld säu­selt Frie­den nie­der, und es ruht die Welt.“ [Volks­lied] [Du] Kennst doch auch das inni­ge Lied­lein. [Es] Stammt noch aus einer Zeit, da die Welt des nachts wirk­lich ruh­te, nicht nur in den ent­le­ge­nen Nes­tern wie heu­te. Da die Men­schen wohl auch schon ihre Müh­sal hat­ten, aber doch wenigs­tens einen Abend­frie­den ohne grel­le Lich­ter und Schein­wer­fer, ohne das Krei­schen von Rädern und Knir­schen von Brem­sen. Sol­len wir uns die­se Zei­ten zurück­wün­schen? Wei­ter­le­sen!

08. Mai 1942

Joseph Marx 1903.jpg
Joseph Rupert Rudolf Marx, öster­rei­chi­scher Kom­po­nist, Pia­nist, Musik­päd­ago­ge und Kri­ti­ker, 1903. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

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85.

Frei­tag, am 8. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, aller­liebs­tes Her­ze­lein! Du!!

Es ist Abend gewor­den über den Pflich­ten des Tages. Nun rückt der Zei­ger der Uhr auf 900, ich kann nun Fei­er­abend hal­ten, Herz­lieb! Mit Dir!! Mit Dir allein ist es doch erst rech­ter Fei­er­abend, Du! Im Rund­funk erklingt ein schö­nes Sym­pho­nie­kon­zert aus Wien, ich mag nicht abschal­ten, ehe es zu Ende ist. Die­se Musik ist dem Ohr eine rich­ti­ge Labe nach dem Gedu­del tags­über, seit nahe­zu einer vol­len Woche hört man nichts als Früh­lings­mu­sik, was für wel­che! Wei­ter­le­sen!

01. Mai 1942

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79.

Frei­tag, am 1. Mai 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]!!

Nun hat die Mai­en­zeit begon­nen, die viel besun­ge­ne, die Zeit der Lie­ben­den – Won­ne­mo­nat! Ach ja – wir spü­ren hier noch nichts von der Won­ne lin­der, kosen­der Früh­lings­lüf­te. Im Gegen­teil: der klei­ne Tem­pe­ra­tu­ren­an­stieg [sic] ist wie­der zurück­ge­fal­len und wir ver­zeich­nen statt Wär­me­gra­de Käl­te­gra­de. Heu­te schneit es lus­tig drauf­los! Kalt ist’s auch. Na, nur nicht gleich ver­zwei­feln und nicht gleich den Kopf ver­lie­ren! Es muß doch ein­mal bes­ser wer­den, der Monat ist noch lang! Wei­ter­le­sen!