10. Januar 1942

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Sonnabend, den 10. Jan­u­ar 1942

Herza­ller­lieb­ste! Meine liebe, liebe [Hilde]. Du! Mein! Mein!!!

Sonnabend ist. Um 5 Uhr haben wir Lis­ten, Akten und Schränke zugeklappt – Feier­abend. Am Sonnabend ist dieser Feier­abend doch um ein paar Grad fre­undlich­er, ein­mal ein wenig früher und dann mit der Aus­sicht auf ein paar Stun­den Freizeit mehr. Weit­er­lesen!

31. Dezember 1941

Nun danket alle Gott (1653)
Mar­tin Rinckart, “Nun dan­ket alle Gott,” aus: Johann Crüger: Prax­is Pietatis Mel­i­ca, Berlin 1653, über Wiki­me­dia Com­mons, Lizen­zfrei, 01.2018
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[Saloni­ki,] Sylvester 1941

Herza­ller­lieb­ste mein! Mein liebes, teures Weib! Meine [Hilde]!

Nur noch wenige Stun­den sind im alten Jahre! Geliebte! Es drängt mich zu Dir! An Dein­er Seite zu ste­hen, an Dein­er Seite gehen. Herzelein, ganz dicht an Dein­er Seite, fest Hand in Hand, ein Herz und Sinn mit Dir, den Blick gläu­big und zuver­sichtlich voraus gerichtet, mit Dir zu gehen durch die Pforte des neuen Jahres. Oh Geliebte! Gott sieht wohl den Zug aller Men­schen, die da ins neue Jahr treten. Er sieht auch uns – sieht uns so fest Hand in Hand, ein Paar, ein liebend Paar – und er sieht die Bitte in unseren Augen, er hört das Gebet uns[e]rer Herzen: „Oh Gott im Him­mel! Laß uns zusam­men gehen! Bleibe bei uns! Seg­ne Du unseren Weg!” Weit­er­lesen !

26. Dezember 1941

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[Saloni­ki] Am 2. Wei­h­nachts­feiertag 1941

Herza­ller­lieb­ste! Mein liebes, teures Weib!!!

Endlich! Endlich kann ich nun zu Dir kom­men! Ja! Ich schrieb doch schon eine ganze Weile. An Kam­er­ad K. ein paar Zeilen. Den Neu­jahrs­brief nach O. und K. Und nun ist mein Schätzelein dran. [Es] Bekommt nun was noch übrig ist: was ganz zuun­ter­st und zutief­st liegt im Herzen – meiner Herzensliebe! Du!!!!! Weit­er­lesen!

25. Dezember 1941

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[Saloni­ki] Am ersten Wei­h­nachts­feiertag 1941.

Herzelein! Geliebte! Mein liebes, teures Weib!

Dir muß ich doch ein beson­deres Brieflein schreiben, ja? Du! Weil doch zwis­chen uns soviel Beson­deres ist: Du bist meine [Hilde], mein Weib, meines Herzens Ver­trauteste – und ich bin Dein Man­ner­li, Dein [Roland], Deinem Herzen am allernäch­sten! Herzelein! Das ist etwas ganz Beson­deres – etwas Ein­ma­liges – ach Du! Dieses Beson­dere, Ein­ma­lige, die Innigkeit und Heim­lichkeit macht aller Liebe Seligkeit, aller Liebe Jubel und Trumpf, und aller Liebe Tiefe, Du!!!!! Und uns[e]re Liebe ist so voller Seligkeit, voller Jubel und Tiefe, weil wir einan­der ganz treu sind, Du! Du!!!!! !!!!! !!! Weit­er­lesen!

15. Dezember 1941

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Mon­tag, den 15. Dez. 1941

Herzelein! Geliebte! Über alles geliebtes Weib! Du!!!

Her­zlieb! Wohin soll ich denn heute mit allem Glück? Du! Du!! Das sitze ich nun und weiß nicht recht aus noch ein mit aller Freude, mit allem Glück! Denk nur: drei Päckchen sind gekom­men von meinem Schätzelein – alle ganz wohlbe­hal­ten. Ob die wohl für Wei­h­nacht­en bes­timmt sind? Eins hab[‘] ich geöffnet. [Es] Stand gar keine War­nung, kein Halt darauf. Weit­er­lesen!