Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Mode

16. Mai 1942

[420516–1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 16. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Ist da nicht schon wie­der eine Woche her­um? Und 5 Wochen nur noch bis zur Son­nen­wen­de. Soll­ten wir heu­te nicht schon in Sofia sein? Ja, so ver­fliegt die Zeit, und so ver­streicht sie ganz anders oft, als wir es ahnen. Abend ist wie­der. […]

07. Mai 1942

[420507–1‑1] Don­ners­tag, den 7. Mai [19]42 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Das Wich­tigs­te zuvor. So wie man erst im Zuge sit­zend sagen kann, daß man Urlaub hat, so auch, daß man abkom­man­diert wird. Es ist also ganz dumm, vor­her voll Unru­he zu sein, „durch­zu­dre­hen“, wie man hier sagt. Aus uns[e]rer Abrei­se wird also nichts, weil […]

29. November 1941

[411129–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 29. Nov. 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Hol­de mein! Das Klee­blatt ist bei­sam­men zum Wochen­en­de. Häus­lich sind alle. Am Tische zur Lin­ken sitzt K., Zigar­re rau­chend und schrei­bend. Er schreibt viel, nach vie­len Sei­ten. Auch täg­lich an sei­ne Frau. Aber es geht ihm schnel­ler von der Hand als Dei­nem Man­ner­li. […]

13. Juni 1941

[410613–2‑1] Frei­tag, am 13. Juni 1941. Mein [Roland]!!! Mein Herz­lieb!!! Du!!! Du!!!!! Sag? hörst Du mich jubeln? Siehst Du, wie ich strah­le vor Freu­de? Und vor Stolz? Du!!! Du!!! Ach – wenn Du jetzt bei mir sein könn­test!!! Herz­lieb! Mir ist ja heu­te sooooo­viel Freu­de und Glück zuteil gewor­den!!! Ach Herz­lieb! Plea­se fol­low and like […]

04. April 1941

[410404–2‑1] Frei­tag, am 4. April 1941. Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]! Du!! Ein herr­li­cher Früh­lings­tag ist heu­te, die lie­be Son­ne strahlt mit dei­ner [Hil­de] um die Wet­te! Du!! Eben bin ich aus der Wan­ne gestie­gen; ich habe geba­det, so gut es eben ging. [Ich] Bin erst am Sonn­tag ganz gesund. Und nun […]

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