Trug und Schein: Ein Briefwechsel

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09. Januar 1941

[410109–1‑1] Don­ners­tag, den 9. Janu­ar 1941. Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de mein!! Was Du in Dei­nem lie­ben Boten von ges­tern ange­rührt hast, das beschäf­tigt mich ja noch so. Ich möch­te ihm ganz unge­stört nach­hän­gen, weit hin­aus­lau­fen dazu – ich muß die Zeit auf für unnüt­ze­re Din­ge ver­wen­den – um 4 Uhr […]

05. Dezember 1940

[401205–1‑1] Don­ners­tag, den 5. Dez. 1940. Mein lie­bes teue­res Herz! Gelieb­te, Hol­de mein! Ein uner­hör­ter Lieb­ha­ber bin ich, Du! Dein Bote bleibt aus. Fin­det er sich gar nicht mehr? Mor­gen wird er kom­men, dop­pelt viel­leicht! Ach Du, ich bin so leicht nicht mehr ban­ge um Dich! Der Tele­graf in 1 ½ Stun­den, das Tele­fon (612 […]

17. November 1940

[401117–1‑1] Sonn­tag, den 17. Novem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te! Gelieb­te mein! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Es geht jetzt alles bis­sel ver­quer, bei Dir wie bei Dir [^]mir. Siehst, schon wie­der habe ich mich ver­schrie­ben. Ich hat­te heu­te eine Wut im Lei­be, Du! Denk, bis nach 5 Uhr haben wir im Schreib­zim­mer geses­sen! Lau­ter alten Mist (ent­schul­di­ge […]

05. November 1940

[401105–2‑1] Diens­tag, am 5. Novem­ber, 1940. Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein lie­ber, gelieb­ter [Roland]! Du!! Ich habe ges­tern in den Akten gekramt und da fand ich auch das Schreib­pa­pier, das mir mein lie­ber Mann für­sorg­lich auf­hob! Will nur gleich dar­auf schrei­ben – die klei­nen Bogen, die ich bis jetzt benut­ze, gefal­len mir gar­nicht [sic]. Also Dicker­le! Das […]

20. Oktober 1940

[401020–1‑2] Sonn­tag den 20. Okto­ber 1940. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein! Ganz häus­lich ist Dein Hubo heu­te. Zu Mit­tag hat er sich ein Bäu­chel ange­ges­sen von Schwei­ne­bra­ten, Kar­tof­feln und Rot­kraut. Dann ist er in den Dusch­raum gesprun­gen und hat ein Bad genom­men. Split­ter­nackt hat er sich unter dem Strahl […]

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