Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Möbel

20. November 1942

[421120–2‑1]

K., am Frei­tag den 20.11.1942.

Mein herz­al­ler­liebs­tes Mannerli! 

Ach Du! Nun komm aber gleich mal her zu mir und ganz nah zu mir! Gleich auf mei­nen Schoß? Du!! Ach Her­ze­lein! Bin ja so in Atem gehal­ten wor­den von dem gro­ßen Geschäft! Ich glau­be, ich wäre nicht der gebo­re­ne Geschäfts­mann, ich tät mich zu sehr auf­re­gen immer. 

17. November 1942

[421117–2‑1]

30.)

Diens­tag, am 17. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du!!!

Heu­te ist ein Brief von Dir gekom­men! Ein lie­ber Brief!

Ach, Du weißt ja nicht, wie ich mich gefreut habe, Du!!! Vom Mitt­woch, den 11. Novem­ber ist Dein Bote, an Hell­muths Geburts­tag hast Du ihn geschrie­ben. Ach, wie­viel Lie­be und Wär­me strahlt mir Dein Bote aus! Gelieb­ter! Du kommst doch wie­der mit Dei­nem gan­zen Her­zens­son­nen­schein zu mir.

13. November 1942

[421113–2‑1]

26.)

Frei­tag­abend [sic], am 13. Novem­ber 1942. 

Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Mein Her­zens­man­ner­li! Ich sit­ze beim Schein der Lese­lam­pe, im Ofen brum­melt ein lus­ti­ges Feu­er, Frei­tags ist es ja ein Bade­feu­er! Der Letz­te wäs­sert sich eben!! Papa. Die Uhr zeigt punkt [sic] sie­ben, eben höre ich unse­re Uhr schla­gen, Du!

08. November 1942

21.) Sonn­tag, am 8. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]! Du!

Die Sonn­tags­nach­mit­tag­stil­le umfängt mich, es ist 3 Uhr vor­bei und ich kom­me nun zuerst zu Dir, mein liebs­tes Herz. Mutsch näht auf der Maschi­ne, sie bes­sert Wäsche aus und Vater schläft auf dem Sofa. Sag­te ich Dir schon, daß ich umge­räumt habe? Das Sofa steht jetzt […]

22. Oktober 1942

[421022–2‑1]

7.)

Don­ners­tag, am 22. Okto­ber 1942. Am Morgen.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]!

Ich kom­me heu­te gleich am frü­hen Mor­gen zu Dir, weil ich doch ges­tern gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben, Her­ze­lein. Es ist gera­de um 900 [Uhr], eben brach­te die Post eine Kar­te vom Vater aus K., wor­auf er mir noch­mal ans Herz legt, uns­re […]

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