27. Oktober 1938

[381027–1‑1]

L. am 27. Okt. 1938

27.10.

Lie­be [Hil­de]!

In der Namen­fra­ge beu­ge ich mich gern Ihrer Ent­schei­dung. Ich hat­te Sie Ihnen ja zwi­schen den Zei­len zuge­scho­ben. Ich höre mei­nen Namen sel­ten rufen. Zu Hau­se sagt man meist „Gro­ßer, Groß­el.” Es wun­dert und freut mich doch, daß Sie an dem soli­den, alt­vä­te­ri­schen Namen Gefal­len fin­den. Es wird ein beson­de­rer Augen­blick sein, wenn er zum ers­ten Male von Ihren Lip­pen kommt.
Wei­ter­le­sen!

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07. September 1938

[380907–2‑1]

O., am 7. Sep­tem­ber 1938

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Es ist eigent­lich schwer zu sagen[,] wie froh, wie erlöst ich war, als ich Ihre lang erwar­te­te Nach­richt in den Hän­den hielt. Ich bin Ihnen zu dop­pel­tem Dank ver­pflich­tet, und ich tue das von gan­zem Her­zen. Ihre Sonn­tags­grü­ße aus der Hei­mat haben dazu bei­getra­gen, mich hoff­nungs­vol­ler bli­cken zu las­sen auf das Kom­men­de. Nun sind alle Schat­ten fort — ich kann wie­der froh sein. Ich will heu­te die Geschich­te ruhen las­sen, es ist kei­ne lie­be Erin­ne­rung für mich. Es kommt sicher wie­der mal eine Stun­de, in der unser Gespräch dar­auf zurück­führt. Wei­ter­le­sen!

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31. August 1938

[380831–2‑1]

O., am 31. August 38.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

[I]ch bin am Sonn­tag wie­der gut zu Hau­se ange­langt. Doch nicht so froh und unbe­schwert als ander­mal. Sie muß­ten es ganz gewiß auch spü­ren; es ist seit dem Abschied etwas zwi­schen uns getre­ten, etwas Dunk­les, Frem­des. Ich quä­le mich die gan­ze Zeit mit dem Gedan­ken, daß ich es war, die den Miß­klang hin­ein­brach­te in unser[e]n Abschied, durch mein vor­ei­li­ges Han­deln auf dem Bahn­hof. Und ich weiß, daß ich Sie betrüb­te; denn Ihre Augen lügen nicht. Bit­te, ver­zei­hen Sie mir das, es war bestimmt nicht bös[‘] gemeint. Es fällt mir so schwer, in allem Ihr Gast zu sein. Wei­ter­le­sen!

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14. August 1938

[380814–2‑1]

O., am 14. August 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Heu­te früh erhielt ich Ihren Brief. Die Nach­richt vom Heim­gan­ge Ihrer lie­ben Groß­mutter hat mich erschüt­tert. Wie uner­forsch­lich sind doch Got­tes Wege. Sie haben alle die furcht­ba­ren Stun­den mit­er­lebt, macht­los dem Schick­sal gegen­über. Und für einen emp­find­sa­men Men­schen wohl das Schlimms­te — Ein­sam­keit im Her­zen.

Ich habe schon ein­mal einen Men­schen mit dem Tode rin­gen s[ehe]n. Eine die den Tod such­te. Ich wer­de die­sen Anblick nie­mals ver­ges­sen. Grau­en und tie­fes Mit­leid, das waren mei­ne Emp­fin­dun­gen damals. Wei­ter­le­sen!

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20. Mai 1938

T&Savatar[380520–2‑1]

O., am 20. Mai 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Es sind nun drei Tage ver­gan­gen, nach­dem mich Ihre so lie­ben Zei­len erreich­ten. Las­sen Sie mich Ihnen hier­durch mei­nen herz­lichs­ten Dank sagen für das Ver­trau­en, das Sie mir schen­ken. Ich wer­de es zu schät­zen wis­sen. Wei­ter­le­sen!

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