Trug und Schein: Ein Briefwechsel

10. April 1941

[410410–1‑1] Don­ners­tag, d. 10. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Mor­gen ist Kar­frei­tag. Fei­er­abend ist, [es ist] gegen 5 Uhr am Nach­mit­tag. Ich sit­ze in der Schreib­stu­be, im geheiz­ten Zim­mer. Kalt ist es seit 2 Tagen. Es hat ein wenig gereg­net, der Wind weht aus Wes­ten. Es ist sehr frisch. Aber nun […]

08. April 1941

[410408–1‑1] Diens­tag, den 8. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein! Mit jeder Post, die hier über­haupt ankommt, ist etwas für mich dabei, das ist so lieb, Du!! Heu­te kam uns ein Bün­del von Lübeck nach­ge­schickt – dabei ein Brief für mich von L. Er ent­hält ein Bild, eine Auf­nah­me von dem ewi­gen Schrei­ber, als der […]

23. Dezember 1940

[401223–2‑1] Mon­tag, am 23. Dezem­ber 1940. Gelieb­ter!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland], Du!! Heu­te hat er müs­sen [sic] den gan­zen, lan­gen, kal­ten Vor­mit­tag im Kas­ten ste­cken blei­ben, der arme Bote! Du — die [Hil­de] war nicht da, sie war seit früh um 8 beim Ver­schö­ne­rungs­rat! Ach — ich kann Dir sagen, es war ’ne Qual zu […]

12. November 1940

[401112–2‑1] Diens­tag, am 12. Novem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter Du!! Dein lie­ber Bote vom Sonn­abend kam heu­te. Du!! Ich dan­ke Dir recht sehr dafür. Er ließ mich füh­len, wie Du recht besinn­lich gestimmt warst an dem Tag. Irgend etwas [sic], ein Erle­ben in Dei­ner Umwelt gab Dir den Anlaß dazu, und ich bin froh, daß Du […]

09. November 1940

[401109–1‑1] Sonn­abend am 9. Novem­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Hol­de! Es gibt nur weni­ge Din­ge in die­ser Welt, die wich­tig und ent­schei­dend sind, um die sich lohnt die Hän­de zu rüh­ren, um die essich lohnt [^]sich zu erei­fern und zu reden, nur weni­ge. Nur weni­gen Men­schen ist es ver­gönnt, die­se entscheidenden […]

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