26. Februar 1942

[420226–1‑1]

[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 26. Febr. 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­te Mein!

Ges­tern hat es Bla­sen gereg­net – und dar­um hat es heu­te wie­der gereg­net. Eine war­me Süd­strö­mung bringt den Regen, der das Grün mäch­tig her­vor­lockt. Und schon gibt es wie­der Hoch­was­ser und unpas­sier­ba­re Brü­cken – Zug­ver­spä­tung und kei­ne Post. Das sind so ursäch­li­che Zusam­men­hän­ge auf dem Bal­kan, pri­mi­tiv und hand­greif­lich.

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13. März 1940

[400313–2‑1]

O., am 13. März 1940.

Am Mon­tag.

Herz­al­ler­liebs­ter, mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

Der ers­te Tag ist zu Ende gegan­gen.  Reg­ne­risch und grau hub er an am Mor­gen, änder­te sich auch nicht bis zur Stun­de.  Mei­ne Arbeit heu­te war öde und lang­wei­lig — und doch .… . Du!  Mein Liebs­ter, Du!  Ich spü­re ja alles Trü­be um mich her kaum, wenn ich an Dich den­ke!  Die Son­ne unse­res Glü­ckes über­strahlt alles, alles.  Du hast mich wie­der so sehr glück­lich gemacht mit Dei­nem Besuch, so reich an inne­rer Freu­de bin ich, ach, so froh, Du!  Was scha­de­te das lan­ge War­ten, voll Unge­duld vor­her?  Es lehr­te uns doch nur die Stun­den, die wir uns gehö­ren dür­fen erst recht schät­zen. Wei­ter­le­sen!

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29. November 1938

Anton Günther ca. 1930, Fofo von Franz Landgraf, Zwickau, Quelle: René Röder, http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Portr%C3%A4t_Anton_G%C3%BCnther_um_1930.jpg, herunterladen Okt. 2013
Anton Gün­ther ca. 1930, Fofo von Franz Land­graf, Zwi­ckau, Quel­le: René Röder, http://commons.wikimedia.org/wiki/File: Portr%C3%A4t_Anton_G%C3%BCnther_um_1930.jpg, her­un­ter­la­den Okt. 2013

[381129–2‑1]

O., am 27. Novem­ber 1938.

am 29. Novem­ber 1938.

Lie­ber [Roland]!

Man möch­te mei­nen, ein Sonn­tag sei wie der ande­re, aber dem ist nicht so. Die Sonn­ta­ge haben ihr eige­nes Gesicht wie die Jah­res­zei­ten. Ein Früh­lings­sonn­tag ist anders als ein Sonn­tag im Herbst. Ich den­ke an den vori­gen, den Toten­sonn­tag — er läßt sich doch so gar nicht ver­glei­chen mit einem Oster­sonn­tag, vol­ler Auf­er­ste­hungs­freu­de.

Und heu­te fei­ern wir den ers­ten Advents­sonn­tag. Es ist uns, als sei die Welt ver­wan­delt, als sei es nicht mehr so dun­kel. Als sei wie heu­te in der Kir­che und am Advents­kranz, auch in unser[e]m Her­zen ein Licht ange­zün­det wor­den. „Berei­tet euch vor, zün­det ein Licht in eurem Her­zen an und tragt die Hoff­nung des Advents in eurer See­le!” Ähn­lich so waren die Gedan­ken, die am heu­ti­gen Sonn­tag uns der Geist­li­che in sei­ner Pre­digt nahe­leg­te [sic]. Wei­ter­le­sen!

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11. Oktober 1938

Briefmark, Eröffnung des Theaters Saarpfalz in Saarbrücken, Erstausgabetag: 9. Oktober 1938, DR 1938 673, herunterladen von http://commons.wikimedia.org/wiki/File:DR_1938_673_Theater_Saarpfalz.jpg, August 2013
Brief­mark, Eröff­nung des Thea­ters Saar­pfalz in Saar­brü­cken, Erst­aus­ga­be­tag: 9. Okto­ber 1938, DR 1938 673, her­un­ter­la­den von http://commons.wikimedia.org/wiki/File: DR_1938_673_Theater_Saarpfalz.jpg, August 2013

[381011–2‑1]

O., am 9. Okto­ber 1938.

am 11. Okto­ber 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Vie­len Dank für den lie­ben, lan­gen Brief. Bevor ich nun wei­ter­schrei­be, müs­sen wir aber min­des­tens eine Minu­te Geden­ken opfern für ein klei­nes und doch für mich so gro­ßes Ereig­nis: Ich habe am letz­ten Male den 25. Brief von Ihnen erhal­ten! Auch müs­sen wir der Post, unser[e]m zuver­läs­si­gen Freun­de dan­kend geden­ken — für die Zuver­läs­sig­keit mit der sie uns erfreu­te, trotz­dem unser Brief­wech­sel immer ohne Absen­der statt­fand.

Rech­nen Sie ein­mal zurück — am 4. Mai wag­te ich das ers­te Mal, Ihnen zu schrei­ben.

Auszug aus dem Brief vom 4. Mai 1938
Aus­zug aus dem Brief vom 4. Mai 1938

Fast ein hal­bes Jahr ist seit­dem ver­gan­gen, reich an Erleb­nis­sen aller Art. Nach­dem wir nahe­zu 2 Jah­re lang neben­ein­an­der und doch wie­der anein­an­der vor­bei­leb­ten, füg­te es sich auf so eige­ne Art, daß wir uns näher kamen. Eine Freund­schaft ver­bin­det uns jetzt und ich füh­le mich in die­ser Freund­schaft so froh und glück­lich. Und ich möch­te Ihnen, der so lan­ge abseits stand, recht viel Son­nen­schein brin­gen, Sie auch glück­lich machen. Wei­ter­le­sen!

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05. September 1938

Chor beim Ausflug, vor dem Briefwechsel etwa 1937 oder 1938; Vollbild siehe: http://www.tonkuhle.de/news/21559-trug-und-schein-ein-briefwechsel.html

[380905–1‑1]

L. am 5. Sept. 1938

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Lan­ge hat der Sonn­tag in mir nach­ge­klun­gen, und es war kein Miß­ton in dem Klang. Ihre Fra­ge am Brie­fen­de sagt mir, daß auch Sie zufrie­den waren. Schon im Zuge habe ich mich über mei­ne alber­ne Ant­wort geär­gert: „Doch, es war sehr nett”. Sie hät­ten nicht fra­gen sol­len. Sie dür­fen nicht glau­ben, daß ein klei­ner Ver­druß mich so leicht ver­stim­men könn­te. Daß Sie den Zuschlag lös­ten, hat mich nicht ein­mal ver­dros­sen. Sie ken­nen mei­ne Ansicht: Sie brin­gen das Opfer der grö­ße­ren Rei­se; was Sie in 2 Tagen ver­die­nen, habe ich in einem; ein Mäd­chen muß anders rech­nen als ein jun­ger Mann. Ich habe auf Ihren Brief gewar­tet. Wenn er am Frei­tag nicht gekom­men wäre, hät­te ich mir Gedan­ken gemacht. Wei­ter­le­sen!

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