31. Mai 1941

T&Savatar[410531–2‑1]

Pfingst­sonn­abend, am 31. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!

Glo­cken­klang dringt von drau­ßen her­ein in’s Zim­mer, es ist gleich 7 Uhr abends. Sie läu­ten das Pfingst­fest ein! So schön ist das immer und so sin­nig – ach Herz­lieb! Könn­test Du nun heu­te, wie es frü­her war, an mei­ner Sei­te sein, Dich mit mir freu­en am Fei­er­abend, freu­en auf das Fest und den Kirch­gang. Das ist alles so schön, lieb, so selbst­ver­ständ­lich, dies[es] Pro­gramm, wie wir es Jahr für Jahr hal­ten. Und es ist so recht ein Au[s]druck hei­mat­li­chen Brauch­tums und hei­mat­li­cher Sit­te. Herz­lieb! Mein Herz­lieb! Du wirst an all das den­ken, heu­te – mor­gen. Ach, ich weiß es doch, Liebs­ter!! Du!! [Du] Sollst nicht trau­rig sein bei Dei­nem Heim­ge­den­ken, Gelieb­ter!! Du bist ja sooo fest und sooo lieb in mein Herz ein­ge­schlos­sen, Du nimmst an allem mit teil!! Du gehst mit mir, wohin ich mei­ne Schrit­te auch len­ken mag!! Gelieb­ter!!! Du bist mir immer gegen­wär­tig!! Wei­ter­le­sen!

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30. April 1941

T&Savatarsm[410430–1‑1]

Mitt­woch, den 30. April 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!!!

Du!!! Du!!!!! Sei recht dank­bar mit mir, Gelieb­te!! Wir sind glück­lich und wohl­be­hal­ten hier gelan­det! Ges­tern abend schon. Ach Du! Du!! Wo fan­ge ich zuerst mit dem Erzäh­len. O Du!! So viel, viel Neu­es brin­gen die­se Tage – und viel Gutes, Herz­lieb! Ganz ganz dank­bar wol­len wir sein!!!

Also Mon­tag­mor­gen. ½ 5 Uhr Wecken. Es war noch dun­kel. Schon am Sonn­tag waren die bei­den Omni­bus­se vor­ge­fah­ren – weißt, so die Sor­te uns[e]rer Blau­forst­wa­gen. Wei­ter­le­sen!

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10. Februar 1941

T&Savatar[410210–1‑1]

Mon­tag, den 10.Februar 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de], Du! Du!!!

Nun ist er end­lich zwei­stel­lig, der Febru­ar, Du! Du!!! Für Dich eine, und für mich eine Zahl! Aber tei­len mag ich sie nicht heu­te und die Tei­lung begrün­den! Ich muß ganz brav schrei­ben in die­sem letz­ten Boten; womög­lich kommt er mit dem Absen­der zur glei­chen Zeit an, und dann könn­te der Zorn womög­lich noch nicht ver­raucht sein – nein, das ist zu ver­fäng­lich! Wei­ter­le­sen!

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26. Juni 1941

Heinz Rüh­mann, Para­dies der Jung­ge­sel­len, Komö­die, Deutsch­land, 1939, inkl. das Lied “Das kann doch einen See­mann nicht erschüt­tern”. Cinema.de, 01.2016

[410626–2‑1]

S., Don­ners­tag am 26. Juni 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein herz­lie­bes Man­ner­li! Liebs­ter!!

Es ist schon 8 Uhr heu­te, da ich erst dazu kom­me, Dein zu den­ken. Ich sit­ze auf dem Bal­kon, am klei­nen Tisch, an Dei­nem Schrei­be­tisch Herz­lieb! Und ein gro­ßer Busch Mar­gue­ri­ten steht in einer blau­en Vase neben mei­nem Brief­pa­pier. Alle Som­mer­gäs­te pro­me­nie­ren unten vor­bei nach der schat­ti­gen Allee [he]runter – der Tag war heu­te son­nen­los, aber sehr, sehr schwül! Es kam nicht zu einem Gewit­ter auch nicht zum Reg­nen. Wei­ter­le­sen!

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