Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Melancholie

30. März 1942

[420330–1‑1] Mon­tag, den 30. März 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes treu­es Weib! Dein lie­ber Diens­tag­bo­te ist zu mir gekom­men. Ein wenig erschro­cken bin ich, ein wenig ist mir das Blut in die Wan­gen getre­ten – und nun über­le­ge ich mir schon den gan­zen Nach­mit­tag, wie ich denn habe so schwer­mü­tig und betrübt sein kön­nen, und […]

27. Januar 1941

[410127–2‑1] Mon­tag, am 27. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mei­ne lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter Du!! Heu­te ist es wie­der grim­mig kalt drau­ßen, alles ist hart gefro­ren, auch die Fens­ter sind zu bis oben­hin. Aber – die lie­be Son­ne scheint, Du! So hell! Und so blau ist der Him­mel! Wun­der­schön ists [sic: ist es] drau­ßen. Wenn ich jeman­den […]

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