Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Meer

01. Oktober 1940

[401001–1‑1] Diens­tag, den 1. Okto­ber 1940 Lie­bes, teu­res Herz, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Ein schö­ner Spät­som­mer­tag geht zu Ende. Uns[e]re Exer­zier­wie­se sah heut[e] mor­gen weiß aus. Vom Mee­re blies ein fri­scher Wind. Ange­nehm, wie die­ser Tag war auch der Dienst heu­te. Für den Sport war es das rich­ti­ge Wet­ter, und als Abschluß gab es einen […]

21. September 1940

[400921–1‑2] Sonn­abend den 21. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, Du mei­ne lie­be [Hil­de]! Ich habe mich bei­sei­te­ge­stoh­len, sit­ze drau­ßen und las­se mir die Son­ne auf den Buckel schei­nen. Ich will Dir jetzt eini­ges von den Kame­ra­den auf der Stu­be erzäh­len. Wir lie­gen also 19 Mann auf der Stu­be. Unser Johann ist am Mitt­woch zurück­ge­kehrt. So, nun will […]

20. September 1940

[400920–2‑1] Frei­tag, am 20. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber, [Roland]! Bei uns herrscht heu­te so ein tol­ler Sturm, daß ich oben in mei­nem Dorn­rös­chen­schloß fast mei­ne, er müß­te mich aus­he­ben. Wenn ich jetzt so still sit­ze, bebt alles unter mir; das wird wie­der eine unru­hi­ge Nacht geben, bei dem Schie­fergeklap­per. Möch­te mal den […]

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