15. Juni 1942

König Georg II von Grie­chen­land hielt 15. Juni 1942 eine Rede am Kon­gress der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Foto: Pre­si­dent Roo­se­velt und König Geor­ge II bei Top Cot­ta­ge, zwi­schen 26. Juni 26 und 3. Juli 1942, FDR Pre­si­den­ti­al Libra­ry and Muse­um, 09.2018.

[420615–1‑1]

Mon­tag, den 15. Juni 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Gelieb­te Mein!

Ach Her­ze­lein! End­lich ist der Bote da, der mir davon sagt, daß Du nun um mein künf­ti­ges Schick­sal gewis­ser bist, daß Du die ers­te böse Ent­täu­schung über­wun­den hast. Oh Her­ze­lein! Froh bin ich, daß nicht noch ein Bote kam, der mir von Dei­nem Glück­sträu­men erzähl­te! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]! Du Herz­lieb mein! Oh, Gott im Him­mel sei Dank, daß Du die böse Ent­täu­schung glück­lich über­wan­dest. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

14. Mai 1942

Fotothek df rp-c 0200071 Triebischtal-Semmelsberg. Otto Ludwig, Porträt, Zeichnung (Stadtarchiv Meißen, Graphiksammlung).jpg
Trie­bisch­tal-Sem­mels­berg, “Otto Lud­wig,” Por­trät, Zeich­nung, Stadt­ar­chiv Mei­ßen, Gra­phik­samm­lung. Quel­le: Deut­sche Foto­thek df_rp-c_0200071, Säch­si­sche Lan­des­bi­blio­thek – Staats- und Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek (SLUB). Lizenz CCA-SA 3.0 de, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.

[420514–1‑1]

Don­ners­tag, den 14. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Lie­bes, treu­es Weib! Heu­te oder mor­gen hät­ten wir nun zie­hen müs­sen. Gelieb­te! Wirst Du denn nun schon Gewiß­heit haben, daß wir noch blei­ben kön­nen? Oh Du! Ich mei­ne sie ver­spürt zu haben, Dei­ne Freu­de, Dein Seh­nen, dar­um, daß Dein Man­ner­li noch am ver­trau­ten Orte sein kann – und daß wir die Sehn­sucht und Hoff­nung noch gar nicht so tief ver­schlie­ßen müs­sen auf ein bal­di­ges Wie­der­se­hen. Oh Gelieb­te! Gelieb­te!!! [Du] Woll­test schon wie­der so treu und selbst­los Dich beschei­den, Dich in Geduld erge­ben – oh Du lie­bes, lie­bes Weib – und ich möch­te so gern, sooooo gern Dir alle Treue und Geduld dan­ken damit, daß Du gar nicht län­ger zu war­ten brauchst auf Dein Man­ner­li! Oh Du! Du!!! Her­ze­lein! Und nun ist doch wie­der ein wenig Hoff­nung – Gelieb­te!  Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

07. Mai 1942

[420507–1‑1]

Don­ners­tag, den 7. Mai [19]42

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Das Wich­tigs­te zuvor. So wie man erst im Zuge sit­zend sagen kann, daß man Urlaub hat, so auch, daß man abkom­man­diert wird. Es ist also ganz dumm, vor­her voll Unru­he zu sein, „durch­zu­dre­hen“, wie man hier sagt. Aus uns[e]rer Abrei­se wird also nichts, weil kei­ne Ersatz­leu­te da sind und gestellt wer­den kön­nen. Heu­te ist des­halb mit der ent­schei­den­den Stel­le tele­fo­niert wor­den, ich war selbst Zeu­ge die­ses Gesprä­ches. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

05. Mai 1942

Hans Sachs - Wittembergisch Nachtigall 1525
Hans Sachs, Die Wit­tem­ber­gisch Nach­ti­gall, Die man yetz höret uber­all, Bam­berg, 1523. Bild­un­ter­schrift: “Ich sage ewch/ wo dise sweygen/ so wer­den die stein schrey­en. luce. xix.” Abbil­dung: 05.03.2014. Lizenz­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2018.
[420505–1‑1]

[Salo­ni­ki] Diens­tag, den 5. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]!

Pfeil­ge­schwind flie­gen die Tage. Und schon wie­der ist Abend, sit­ze ich wie­der vor dem wei­ßen Bogen, um Dein zu den­ken. Bald wird es hei­ßen, alles packen. In den nächs­ten Tagen muß ich mei­ne Dienst­ge­schäf­te noch abschlie­ßen und über­ge­ben, und dann berei­ten wir recht­zei­tig uns[e]re Abrei­se vor, damit wir in aller Ruhe zie­hen kön­nen. Die Papie­re schrei­ben wir uns ja sel­ber. Fein, daß wir zu dritt sein kön­nen, daß wir ein­an­der hel­fend bei­sprin­gen kön­nen. Da den­ke ich eben auch an die neue Feld­post­num­mer: […]. Ab Mitt­woch, den 13. Mai, den­ke ich, schreibst Du unter der neu­en Num­mer, wenn ich inzwi­schen nichts ande­res schrei­be. Es kann ja nichts wei­ter gesche­hen, als daß ein paar Boten ein­mal falsch gelei­tet wür­den. Die kämen dann zu Dir zurück.  Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

08. März 1941

T&Savatar[410308–1‑1]

Sonn­abend, den 8. März 1941.
Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te Hil­de!
Ein beweg­ter Tag ist das heu­te!
Um 4 Uhr mor­gens bin ich auf­ge­stan­den: Bin mit mei­nem Hucke­pack nach Eckern­för­de mar­schiert: Tor­nis­ter, Gas­mas­ke, Brot­beu­tel und Feld­fla­sche, Stahl­helm, 2 Kof­fer und am Tor­nis­ter noch ein Paket. Erst woll­te es mir die Luft neh­men, aber dann rich­te­te es sich ein. Zum Glück fächel­te mir eine [f]rische Bri­se Küh­lung zu. Die Nacht war nicht ganz schwarz – und als ich ging, leuch­te­ten die Ster­ne. Ich hat­te mir bis zur Abfahrt des Zuges 1 Stun­de Zeit gelas­sen. So kam ich in Ruhe auf dem Bahn­hof an. [Um] 524 [Uhr] roll­te ich ab nach Kiel. [Um] 703 [Uhr] fuhr der Zug wei­ter nach Lübeck. [Um] 934 [Uhr] war ich dort. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error