Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Marine

01. Juni 1942

[420601–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 1. Juni 42 Her­zens­schät­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­te! Gelieb­te mein! Viel ver­steht Dein Man­ner­li nicht von der Mari­ne – wird ja auch nie damit renom­mie­ren, höchs­tens vor sei­nem Wei­berl zum Spa­ße, werd mich auch immer hüten, mich in Gesprä­che dar­über ein­zu­las­sen – aber ich habe ein­mal gehört, daß die 101 eine gewis­se Bedeu­tung hat […]

11. Juli 1941

[410711–1‑1] Frei­tag, den 11. Juli 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein! Mein Herz­lieb ist doch auf der Rei­se ganz mit dem Kalen­der durch­ein­an­der­ge­kom­men, ich mei­ne jetzt mit dem Zet­tel­ka­len­der. Dein lie­bes Geden­ken von der Sta­ti­on der Heim­rei­se erreich­te mich heu­te, datiert vom 5.6.41 (!) der Post­stem­pel aber lau­tet vom 4.7.41. Ist mei­nem Wei­berl […]

26. Mai 1941

[410526–2‑1] Mon­tag, am 26. Mai 1941. Mein lie­bes teu­res Herz! Du mein lie­bes, herz­li­ches Man­ner­li. Du!! Heu­te früh kamen wie­der zwei lie­be Boten von Dir an. Ich freue mich ja so sehr, Gelieb­ter!! Ich hab[‘] Dich ja sooo lieb, Du!!! Und ich dan­ke Dir viel­lieb [sic] und herz­lich für Dein treu­es Geden­ken und Dei­ne gro­ße […]

09. März 1941

[410309–1‑1] Sonn­tag, den 9. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Was wirst Du den­ken? Ich hat­te so wenig Zeit für Dich die­se letz­ten Tage. Ach Gelieb­te! Nichts Arges wirst Du den­ken, ich weiß es. [Du] Wirst Dir nur wün­schen, bei mir zu sein in die­sen kri­ti­schen Tagen und Stun­den. Herz­lieb! Du […]

24. September 1940

[400924–2‑1] Diens­tag, am 24. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter! Du, mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Die vier­te Woche hast Du schon begon­nen, als Matro­se, als Sol­dat. Wo ist die Zeit hin? So muß man sich fra­gen. Und was mir anfangs schier unüber­wind­lich schien, die Tren­nung von Dir, das ist Gewohn­heit gewor­den. Gewohn­heit nicht in dem Sin­ne wie das […]

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