Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Literatur

14. Mai 1942

[420514–1‑1] Don­ners­tag, den 14. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Lie­bes, treu­es Weib! Heu­te oder mor­gen hät­ten wir nun zie­hen müs­sen. Gelieb­te! Wirst Du denn nun schon Gewiß­heit haben, daß wir noch blei­ben kön­nen? Oh Du! Ich mei­ne sie ver­spürt zu haben, Dei­ne Freu­de, Dein Seh­nen, dar­um, daß Dein Man­ner­li noch am ver­trau­ten Orte sein […]

20. November 1941

[411120–1‑1] Don­ners­tag, den 20. 11. 41 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne [Hil­de]! Ein ganz gru kur­zer Gruß nur heu­te, Herz­lieb! Ges­tern war doch unser frei­er Nach­mit­tag. Wir waren ein­mal ganz faul und bequem. Auch in mir hat­te sich ein­mal alle Müdig­keit gesam­melt. Nach dem Mit­tag haben wir uns erst ein­mal von der Son­ne beschei­nen las­sen, drau­ßen auf dem […]

13. Oktober 1941

[411013–2‑1] Mon­tag, am 13. Okto­ber 1941. Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du lie­ber, liebs­ter [Roland]! Es ist Vor­mit­tag, ich bin allein. Und ich muß mir jetzt eine Stun­de Zeit gön­nen, bei Dir zu sein, Du! Du klag­test in zwei Dei­ner Boten über die Form­lo­sig­keit uns[e]rer Zeit. Ich habe Dich ver­stan­den, Herz­lieb. Ich muß auch alle Dei­ne Betrach­tun­gen und […]

02. Oktober 1941

[411002–1‑2] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 2. Okt. 1941 Mein lie­bes teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Nun ist wie­der Abend, Fei­er­abend auch. Ein schö­ner Tag mit wol­ken­lo­sem Him­mel geht zu Ende. Aber vom H [sic] Mee­re her ging eine küh­le Luft und nach Son­nen­un­ter­gang wird es sehr kühl. Den gan­zen Nach­mit­tag haben wir der Son­ne uns[e]re Bal­kon­tür geöff­net, […]

14. April 1939

[390414–1‑1] L. am 11. April 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Heu­te Diens­tag wie­der in L. ein­ge­trof­fen, benut­ze ich den letz­ten unbe­schwer­ten Abend vor der Arbeit, den Brief an Dich zu begin­nen. Wir hat­ten die Fei­er­ta­ge Besuch, da bin ich nicht dazu­ge­kom­men. Plea­se fol­low and like us:

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