30. Juli 1941

[410730–1‑1]

Mitt­woch, den 30. Juli 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Hab ich nur Dei­ne Lie­be, die Treue brauch ich nicht – die Lie­be ist die Wur­zel nur, aus der die Treue bricht“. Das ist ein wah­res Wort. Die Lie­be ist der leben­di­ge Quell, der Nähr- und Mut­ter­bo­den aller gro­ßen Tugen­den auch der Treue. Wo ich recht treu sein will, muß ich erst lie­ben; und die Treue kann ein star­res, müdes Fest­hal­ten nur sein, wenn nicht die Lie­be dar­un­ter stark und leben­dig pulst. Wei­ter­le­sen!

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22. Juli 1941

[410722–2‑1]

Diens­tag, am 22. Juli 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Heu­te scheint die lie­be Son­ne! Und in mei­nem Her­zen ist sie nun noch strah­len­der auf­ge­gan­gen, weil heut’ mein [Roland] zu mir gekom­men ist! Ach Du!!! Wie unend­lich lieb meint er es doch heu­te wie­der mit mir! Gelieb­ter!!! Es wird mir ja so schwer, die rech­ten Dan­kes­wor­te zu fin­den! Ich lie­be Dich! Du bist mir alles! [A]ch Her­zens­schatz! Fühlst Du denn, wie alles nach Dir mich drängt?, wie alles zu Dir will? – weil ich Dich ja über alle Maßen lie­be, lie­be!!!!! Herz­al­ler­liebs­ter Du!!! Wei­ter­le­sen!

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08. Mai 1941

[410508–2‑1]

Don­ners­tag, am 8. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Du!! Weißt, wo ich jetzt eben her­ge­kom­men bin? Du!? Da kannst ja kei­ne blas­se Ahnung haben!

Aus der Schu­le! Aus uns[e]rer [O.]er Schu­le, aus der Kin­der­schar! Es ging ganz ein­fach zu: Wei­ter­le­sen!

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1. Februar 1941

T&Savatarsm[410201–2‑1]

Sonn­abend, am 1. Febru­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein [Roland]!! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Du!!

Mei­ne Hän­de wol­len noch gar­nicht [sic] so recht wie ich will! Sie sind noch ganz steif und unge­lenk – ach über­haupt, heu­te ist wie­der mal alles kalt und abge­stor­ben an Dei­ner [Hil­de]! Du!! Weil sie seit früh­mor­gens auf den Bei­nen ist bei die­ser Mords­käl­te. Bloß das Her­zel ist warm! Du!!! Aber ganz warm! Wei­ter­le­sen!

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24. Oktober 1940

Rolands Vereidung, 03.09.1940
Rolands Ver­ei­dung, Kiel, 03.09.1940

[401024–1‑1]

Don­ners­tag den 24. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein!

Komm, rück mal erst ganz nah her­an: muß Dir erst etwas im Ver­trau­en sagen: Schlecht geschos­sen habe ich heu­te. Es war die schwie­rigs­te Übung: ste­hend frei­hän­dig. Ich kann die schwe­re Knar­re nicht ruhig hal­ten. Da hab[‘] ich bloß bis in Dein Her­zel getrof­fen: kannst es Dir den­ken? Eine 13! Ich bekam einen Schuß zu — eine Fahr­kar­te, Du! Es blieb bei der 13. Ist das nicht in Ord­nung? Einen Schuß in Dein liebs [sic] Her­zel und eine Fahr­kar­te dazu — zu Dir, Lieb, ohne Rück­fahrt? So, nun noch ein lan­ges, tie­fes Küs­sel, und nun hörst mir wei­ter brav zu. Wei­ter­le­sen!

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