Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Liebesgeschichte

13. Mai 1942

[420513–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 13.Mai 1942 Gelieb­te! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te Hil­de! Du hast mich doch heu­te wie­der so reich beglückt, mir soviel Lie­be und Son­nen­schein gebracht mit dei­nem viel­lie­ben Boten am Don­ners­tag. Oh Her­ze­lein! Weißt du, was sie mir hier bedeu­ten in der Fer­ne? allen Lebens Freu­de und Son­nen­schein! Oh Her­ze­lein! Aus allen Zei­chen […]

01. Mai 1942

[420501–1‑1] [Salo­ni­ki] Frei­tag den 1.Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Im wun­der­schö­nen Monat Mai – so fängt wohl ein Lied an. Es ist der won­nigs­te unter den Mona­ten, in dem der Streit mit dem Win­ter end­gül­tig ent­schie­den ist. Er ist aber auch der letz­te vol­le Monat schon wie­der vor dem Juni, der […]

23. Februar 1942

[420223–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 23. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Wenn ich jetzt schrei­be, schläfst Du ganz gewiß schon. Von 11 Uhr bis 3 Uhr muß Dein Man­ner­li heu­te die Gucken [: Augen] offen hal­ten – ‚Läu­fer’ in unse­rem Quar­tier. Wir sind zu wenig Sol­da­ten jetzt, sodaß auch die Funk­tio­nä­re zum Läu­fer­dienst […]

27. Dezember 1941

[411227–1‑2] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 27. 12. 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Gelieb­te, Du!!! So viel [sic] Fei­er­ta­ge hin­ter­ein­an­der – und wir kön­nen sie doch nicht mit­ein­an­der bege­hen, ach Her­ze­lein! So viel [sic] kön­nen nicht zusam­men­fei­ern, die es doch gern möch­ten. Wir wol­len nicht trau­rig sein dar­um, Gelieb­te! [Wir] Wol­len lieb ein­an­der trös­ten – es […]

23. Oktober 1941

[411023–1‑1] Don­ners­tag, den 23. Okt. 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te mein! Noch immer kei­ne Post! Aber Du bist nicht schuld. Ich bin gewiß, daß Du mein denkst, ganz lieb, oh so lieb! Und ich bin heu­te so froh und ertap­pe mich heu­te vor­mit­tag über dem Musi­zie­ren pfeif­fen­der­wei­se. Gewiß kommt das Froh­sein von Dir liebs­ten […]

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