16. März 1942

[420316–1‑1]

Mon­tag, den 16. März 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein!

Mit­tag­stun­de ist. Ich kann allein sein mit Dir. Grau ist der Tag. Grau das Meer – und am Hori­zon­te ver­lau­fen bei­de – Him­mel und Meer. So, wie es oft ist daheim. gGanz lan­ge könn­te ich dahin­ein­schau­en in die däm­mern­de Fer­ne. Die­ses graue Gewand stimmt so gut zu mei­ner Emp­fin­dung: Frem­de – und zu mei­ner Sehn­sucht: Hei­mat. Wei­ter­le­sen!

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23. Februar 1942

[420223–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 23. Febru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Wenn ich jetzt schrei­be, schläfst Du ganz gewiß schon. Von 11 Uhr bis 3 Uhr muß Dein Man­ner­li heu­te die Gucken [: Augen] offen hal­ten – ‚Läu­fer’ in unse­rem Quar­tier. Wir sind zu wenig Sol­da­ten jetzt, sodaß auch die Funk­tio­nä­re zum Läu­fer­dienst her­an­ge­zo­gen wer­den müs­sen. Etwa aller [sic] 5 Tage muß ich die­sen Dienst [ein]mal mit ver­se­hen.

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10. Oktober 1941

T&Savatar[411010–1‑1]

Frei­tag, den 10. Okto­ber 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

So reich bin ich beschenkt wor­den heu­te — ich habe mich ja sooo sehr gefreut und es so ganz beson­ders glück­lich gespürt, wie so lieb Du mich hast! 2 lie­be, lie­be Boten sind zu mir gekom­men vom Ern­te­dank­sonn­tag und des­sen Vor­abend. Und dazu ein gan­zer Kar­ton Schmät­ze [wohl Bai­ser­ge­bäck] — er steht jetzt neben mir auf dem Tische. Fein schme­cken die Kussel [wohl Küss­chen], die Kuchen­kus­sel — die rich­ti­gen sind aber noch viel, viel süßer, ja? Du!!! — sei tausend­lieb bedankt für all Dei­ne lie­ben Zei­chen. Ach Herz­lieb! Ich bin Dei­ner Lie­be ganz gewiß! Und doch geht es mir so wie Dir, daß ich es immer wie­der hören und lesen möch­te, wie so lieb Du mich hast. Wei­ter­le­sen!

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26. Juni 1941

Heinz Rüh­mann, Para­dies der Jung­ge­sel­len, Komö­die, Deutsch­land, 1939, inkl. das Lied “Das kann doch einen See­mann nicht erschüt­tern”. Cinema.de, 01.2016

[410626–2‑1]

S., Don­ners­tag am 26. Juni 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein herz­lie­bes Man­ner­li! Liebs­ter!!

Es ist schon 8 Uhr heu­te, da ich erst dazu kom­me, Dein zu den­ken. Ich sit­ze auf dem Bal­kon, am klei­nen Tisch, an Dei­nem Schrei­be­tisch Herz­lieb! Und ein gro­ßer Busch Mar­gue­ri­ten steht in einer blau­en Vase neben mei­nem Brief­pa­pier. Alle Som­mer­gäs­te pro­me­nie­ren unten vor­bei nach der schat­ti­gen Allee [he]runter – der Tag war heu­te son­nen­los, aber sehr, sehr schwül! Es kam nicht zu einem Gewit­ter auch nicht zum Reg­nen. Wei­ter­le­sen!

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27. Oktober 1940

Von Braz­za­vil­le aus ver­brei­te­te Charles de Gaul­le am 28. Okto­ber 1940 sein Mani­fest, in dem er die fran­zö­si­schen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu allen Anstren­gun­gen in die­sem Krieg auf­ruft.

[401027–1‑1]

Sonn­tag, den 27. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein!

Hol­de, komm! Setz Dich neben mich, lehn Dein Köpf­chen an mei­ne Schul­ter, laß Dir Dein lie­bes Köpf­chen strei­cheln. Dein alter, lan­ger, dum­mer, guter [Roland] sitzt neben Dir, Dein Hubo, Dein Dicker­le. Und jetzt als Dein Beschüt­zer. Für einen Augen­blick ver­gißt er, daß [er] die lie­be, schö­ne, hei­ße jun­ge [Hil­de] in sei­nen Armen hält, er fühlt jetzt nur sei­nen Schütz­ling, sein [Hilde]kind, sein [Hilde]herz. Du magst ihn fort­ja­gen, magst ihn verwünschen,—er wird nicht von Dei­ner Sei­te wei­chen und wird Dir folgen—aus Lie­be. Und was er Dir jetzt sagt mit ruhi­ger, väter­li­cher Stimme—er sagt es aus lau­ter Lie­be: Mußt Dich fein brav und ruhig hal­ten. Liebs­te,! [sic] wie schreck­lich wäre das, wenn Dei­ne Augen mich nicht mehr erkenn­ten, wenn Dei­ne Stim­me an mir vor­bei­gin­ge in die Irre, wenn Du nicht mehr wüß­test, daß ich bei Dir bin! Fein still und gedul­dig! Mußt Dich dazu zwin­gen, Herz­lieb, mußt dar­um beten, daß Du stark bleibst! Mein lie­bes [Hilde]herz! Denk an Dei­ne Gesund­heit, denk an uns[e]re Zukünft, denk dar­an, daß wir uns doch noch ein gan­zes lan­ges Leben lieb­ha­ben wol­len! Wei­ter­le­sen!

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