30. November 1941

[411130–2‑1]

Sonn­tag, am 30. Novem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]! Gelieb­tes Her­ze­lein! Du!

Nun ist Advent! Ich bin so froh heu­te! Und ich füh­le es, Gelieb­ter! Alles Froh­sein kommt mir von Dir, Du bist auch froh. Die lie­be Son­ne scheint heu­te, aber bit­ter­kalt ist[‘]s im Schat­ten, meint Papa, der heu­te früh uns[e]re 6 Zent­ner Kar­tof­feln noch heim­hol­te. Wir sind recht froh, daß wir sie nun im Kel­ler haben. Ich seh­ne mich hin­aus, aber so lan­ge mag ich auch nicht in der Käl­te umher­stie­feln, damit ich mir mei­ne Näs’ nicht wie­der erkäl­te! Ich will doch fein artig sein, Her­ze­lein! Und mich scho­nen. Wei­ter­le­sen!

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22. November 1941

[411122–2‑1]

Sonn­abend, am 22. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein Herz­lieb! Du! Gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Wochen­en­de ist heu­te, der Tag neigt sich bald sei­nem Ende zu. Die lie­be Son­ne geht rot unter und Schäf­chen­wol­ken trei­ben am Him­mel, weit hin­ten im Nor­den schim­mern die unwar­schein­lich [sic] far­bi­gen fer­nen Wol­ken­hau­fen, die im Herbs­te so oft sich zei­gen. Man könn­te den Him­mel heu­te stun­den­lang beschau[e]n, er ist so schön und far­ben­präch­tig. Er will doch gar­nicht so recht zu der düs­te­ren toten Zeit pas­sen – die dun­kels­ten Tage sind jetzt; man­che aber gemah­nen an einen schö­nen Früh­herbst­tag, so son­nig sind sie noch – aber sind sel­ten. Wei­ter­le­sen!

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13. August 1941

T&Savatar[410813–2‑1]

Mitt­woch, am 13. August 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du!!! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Herz­lieb! Heu­te ist nun schon der zwei­te Tag, da ich kei­nen Brief von Dir bekom­men habe. Ich will mich nicht sor­gen – viel­leicht ist irgend­wo wie­der mal eine Sto­ckung ein­ge­tre­ten. Es wird schon wie­der alles ins alte Geleis kom­men. Oft war es schon so, daß über Sonn­tag die Post in’s Sto­cken geriet. Wochen­tags kommt eine Unre­gel­mä­ßig­keit sel­ten vor. Ach, ich gön­ne ja der lie­ben Feld­post auch ihren Sonn­tag!! Wei­ter­le­sen!

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13. August 1941

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Mitt­woch, den 13. August 41

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein!!!

Freu­de ist in unse­ren Her­zen, Gelieb­te, gro­ße Freu­de!!! Kaum, daß unser Herz sie all[‘] noch fas­sen kann. Freu­de aus Lie­be, aus gro­ßer tie­fer Lie­be! Die leuch­tet und strahlt aus Dei­nem lie­ben Boten, der heu­te zu mir gekom­men ist – Du liebst mich sooo sehr!!! Du!!!!! So wie ich sehn­lich heim­zu­keh­ren wün­sche – so war­test Du mein. So wie ich zu Dir kom­men will mit aller Lie­be – so willst Du mich emp­fan­gen! So wie ich dann ganz Dein sein will – so willst Du mein sein! Oh Gelieb­te!!! Heim­zie­hen willst [Du] mich? – Du!!! Du!!!!! Es wird wohl ein Wett­lau­fen wer­den – – – nach Dei­nem Schloß, nach Dei­nem Heim! Nach mei­nem Schloß, nach mei­nem Heim! Wei­ter­le­sen!

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12. August 1941

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Diens­tag, am 12. August, 1941.

Mein Herz­lieb! Du!!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland][!]

Und wie­der ist es Nach­mit­tag – die Zeit, da ich mich hin­set­ze, Dein zu den­ken. Der Him­mel zeigt schon seit Tagen ein fins­t’­res Gesicht, win­dig ist es drau­ßen – kühl. Ich muß immer ein wenig Feu­er anma­chen; wenn man nach­mit­tags still im Zim­mer sitzt[,] ist es kühl. Du! Ges­tern beka­men wir einen Teil uns[e]rer Win­ter­feue­rung! Ich will nur recht spar­sam damit umge­hen, man weiß nicht[,] wie sich dies­mal der Win­ter anläßt – und wie wär­me­be­dürf­tig ich sein wer­de! Um mich gehts’ [sic] ja haupt­säch­lich; denn die Eltern sind den größ­ten Teil des Tages außer­halb. Wei­ter­le­sen!

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