Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Liebe

14. Juli 1942

[420714–2‑1] Diens­tag, am 14. Juli 1942. [Roland]! Liebs­ter [Roland] mein!!! Herz­al­ler­liebs­ter! Du bist zu mir gekom­men! Bist doch wahr­haf­tig selbst zu mir gekom­men! Mein [Roland]! Du!!!!! Du!!!!! Du !!!!! !!!!! !!! Oh Schät­ze­lein! Wie habe ich sehn­süch­tig aus dem Fens­ter geschaut heu­te früh, bin schon vor sie­ben Uhr auf den Markt gegan­gen, damit ich daheim […]

08. Juni 1942

[420608–1‑1] Mon­tag, den 8. Juni 1942 Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Abend ist nun. Und nun drängt es mich, Dir mei­ne Lie­be zu brin­gen, ein­zu­keh­ren bei Dir. Ach Her­ze­lein! Es geht mir doch eben wie Dir: Ich fän­de kei­ne Ruhe eher, bis ich nicht noch mit Dir Zwie­spra­che gehal­ten habe – und die […]

04. Juni 1942

[420604–1‑1a] Don­ners­tag, den 4. Juni 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de] Gleich wird es ganz still sein im Hau­se. Die Kom­pa­nie steht unten ange­tre­ten. Sie soll an der Bei­set­zung eines Matro­sen teil­neh­men, der durch leicht­sin­ni­gen Umgang mit der Schuß­waf­fe sein Leben ver­lor. Um 3 Uhr ist es am Nach­mit­tag. Den drit­ten Tag nun schon das […]

03. Juni 1942

[420603–1‑2] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 3. Juni 42 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Es ist noch Dienst. Aber ich bin so fein allein und kom­me gleich ein­mal zu Dir! [Du] Wirst viel­leicht eben aus Dei­nem Dienst zurück­sein, von Dei­nen Lie­ben – und nun war­tet zu Haus[‘] Dein gro­ßer Bub – war­tet auf sein Herz­lieb, daß […]

21. Mai 1942

[420521–1‑1] [Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums […]

Nach oben scrollen