26. Dezember 1941

[411226–1‑1]

[Salo­ni­ki] Am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 1941

Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!!!

End­lich! End­lich kann ich nun zu Dir kom­men! Ja! Ich schrieb doch schon eine gan­ze Wei­le. An Kame­rad K. ein paar Zei­len. Den Neu­jahrs­brief nach O. und K. Und nun ist mein Schät­ze­lein dran. [Es] Bekommt nun was noch übrig ist: was ganz zuun­terst und zutiefst liegt im Her­zen – mei­ner Her­zens­lie­be! Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

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11. Oktober 1941

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Sonn­abend, den 11. Okto­ber 1941

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Du mei­ne lie­be [Hil­de]!

In der Schreib­stu­be sit­ze ich jetzt. Es ist am Nach­mit­tag kurz nach 4 Uhr. Ein Pracht­tag ist es drau­ßen. Bis in die Zim­mer dringt die Wär­me und den Rock, den ich jetzt über die Blu­se immer zie­he, muß­te ich able­gen. Der Spieß hält frei­en Nach­mit­tag. Zum ers­ten Male, seit ich hier bin, haben wir die Arbeit ein­ge­holt. Und so haben wir in der Schreib­stu­be auch frei tan­zen. Die jun­gen [sic] haben sich schon ver­tru­belt [sic]. Ich sit­ze schon eine gan­ze Wei­le allein. Das ryth­mi­sche [sic] Rau­schen des Mee­res ist wie ein Schlum­mer­lied. Ganz schwer wur­den mir die Augen­de­ckel, und so habe ich sie auch ruhig ein Vier­tel­stünd­chen fal­len las­sen. Aber nun will ich Dein den­ken, gleich ein bis­sel auf Vor­rat. Wei­ter­le­sen!

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30. Juni 1941

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G., Mon­tag am 30. Juni 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb mein!

[Du] Merkst es wohl an mei­ner Über­schrift, daß ich unbe­ob­ach­tet schrei­ben kann? Du!! Es ist wie­der Mit­tag vor­bei, Dei­ne Eltern lie­gen mit­ein­an­der auf dem Sofa in der Wohn­stu­be, ich sit­ze am Tisch und den­ke Dein – die Mut­ter sitzt im Lehn­stuhl am Fens­ter und strickt. Fidi sitzt am Tisch und liest in klei­nen [B]üchern und in einem Brie­fe von K.s. Sie hat mon­tags kei­ne Schu­le. Diens­tags, mitt­wochs, don­ners­tags[,] frei­tags, ins­ge­samt 15 Stun­den – bis jetzt – man möch­te ihr natür­lich ger­ne noch mehr auf­hal­sen. Aber da wird sie sich schon weh­ren, ohne jeg­li­che Hil­fe im Haus­halt kann sie das nicht leis­ten. Wei­ter­le­sen!

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27. Juni 1941

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Frei­tag, den 27. Juni 1941

Herz­al­ler­liebs­te, Du! Mein lie­bes Som­mer­fe­ri­en­vög­lein!

Jetzt komm[‘] ich gleich erst 1 mal [sic] auf einen Sprung zu Dir! Es ist noch früh – ½ 9 Uhr – gera­de mal rei­ne Luft in der Schreib­stu­be – und da muß ich doch erst mal nach mei­nem Herz­lieb aus­schau­en!

Hat es denn schon fein aus­ge­schla­fen? Sonst küß ich es gleich mun­ter! Ist´s denn fein grad [sic] auf­ge­stan­den? Sonst mach[‘] ich aus dem mür­ri­schen Büb­chen gleich ein froh­ge­mu­tes. Wie ich das mache? Ich drü­cke, drü­cke es ganz lieb und sehr, Du!!! Wei­ter­le­sen!

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15. Dezember 1940

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Sonn­tag, den 15. Dez. 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Dei­ne trü­ben Gedan­ken woll­te ich alle ver­scheu­chen, den Schat­ten woll­te ich weh­ren. Und mir selbst woll­te ich wie­der ein­mal Klar­heit suchen. Gelieb­te! An einer gro­ßen Ent­schei­dung ste­hen wir bei­de. Und es ist nur ver­ständ­lich und recht, wenn wir nach­schau­en, wo wir bei­de ste­hen, damit wir dann des­to siche­rer wei­ter­schrei­ten. Daß uns[e]re Lie­be tief und ernst ist, daß sie stark genug ist, ein Kind­lein zu tra­gen, das möch­te ich Dir recht deut­lich machen. Und daß Dein [Roland] bereit dazu ist, des­sen möch­te ich Dich ganz ver­si­chern. Wenn ich dabei von mir spre­chen muß, sollst Du nicht den­ken, daß ich mich loben will. Ich möch­te Dir sagen: daß mei­ne Lie­be zu Dir nie erkal­ten wird. Wei­ter­le­sen!

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