Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Lehrberuf

01. Oktober 1941

[411001–2‑1] Mitt­woch, am 1. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]! Heu­te sieht der Him­mel aus wie ein schmut­zi­ger Sack. Grau in grau, bis nach 900 [Uhr] vor­mit­tags muß­te ich Licht bren­nen! Das vor­aus­ge­ahn­te Regen­wet­ter ist da! Und in einem Aus­ma­ße, daß [sic] an Ergie­big­keit nichts zu wün­schen übrig läßt. Na, mei­net­we­gen – ich […]

23. August 1941

[410823–1‑1] Frei­tag, den 22. August 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Herz­lieb! Gelieb­te Mein! Letz­ter frei­er Nach­mit­tag heu­te – vor der gro­ßen Rei­se – in der nächs­ten Woche will ich ihn doch gleich noch mit dran­hän­gen an den Urlaub, damit ich schon am Nach­mit­tag fah­ren kann. Wenn das mög­lich ist, geht mei­ne Rei­se über Bel­grad – Agram – Graz […]

7. Juli 1941

[410707–1‑1] Mon­tag, den 7. Juli 1941 Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Du! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te will ich mich zuerst noch mit eini­gem aus­ein­an­der­set­zen, davon Du in Dei­nen lie­ben Boten berich­test. Wir haben wie­der so vie­les mit­ein­an­der erlebt!, [sic] Gelieb­te – auch das Heim­­lich-Süße und am Sonn­tag, als Dir die Wan­gen glüh­ten, war ich doch […]

13. April 1941

[410413–1‑1] Oster­sonn­tag, den 13. April 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb mein! Zum lie­ben, fri­schen, fro­hen Oster­mor­gen möch­te ich doch mein lie­bes, neu­wa­sche­nes [sic] Oster­häs­chen gleich mal ganz lieb und fest umfas­sen und ihm einen ganz lie­ben lan­gen Kuß geben! Gelieb­te! Du!! Mein lie­bes, teu­res Weib!! Mei­ne [Hil­de]!!! Plea­se fol­low and like us:

6. Februar 1941

[410206–1‑1] Don­ners­tag, den 6. Febru­ar 1941 Herz­lieb! Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!! Du! So schnell, wie jetzt die Tage ver­flie­gen – so möch­ten sie dann nicht ent­schwin­den, wenn wir bei­ein­an­der sind! Herz­lieb! Immer mehr spitzt sich alles nun zu auf unser Wie­der­se­hen – gleich wer­de ich an die Vor­be­rei­tun­gen den­ken müs­sen. […]

Nach oben scrollen