Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Lebensmittel

12. November 1942

Don­ners­tag, den 12.11. 1942 

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Guten Mor­gen! Guten Mor­gen – guten Mor­gen —!!! Es sieht es doch gar nie­mand – bin doch allein im Zim­mer eben, Du! Du!!! Und Du bist auch allein — ach Schät­ze­lein! Wenn ich es sagen dürft! ich hab doch schon wie­der viel Sehn­sucht nach Dir! 

Ist eben mal ein […]

06. November 1942

Frei­tag, den 6. Nov. 1942 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Frei­tag­abend – bald ist die Woche zu Ende, bald winkt der lie­be Sonn­tag – Bade­tag daheim, bei mei­nem lie­ben Frau­chen – oder heu­te viel­leicht nicht? Du!!! Das Man­ner­li wird erst mor­gen vom Was­ser aus­gie­bi­gen Gebrauch machen, mor­gen läuft es fein warm. Ich bin doch wie­der ganz […]

27. Oktober 1942

[421027–2‑1]

11.)

Diens­tag, am 27. Okto­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein liebs­tes Man­ner­li! Mein lie­ber [Roland]!

Du! Heu­te ist Dein lie­ber Brief wie­der zu mir gekom­men! Hat mich doch so erfreut, Gelieb­ter! Mir so viel Glück gebracht! Ach Du! Sei von Her­zen lieb bedankt für all Dei­ne Lie­be. Recht als eine fei­ne Beloh­nung kam er doch zu mir heu­te. Ja! Dein Frau­chen muß […]

26. Oktober 1942

[421026–2‑1]

10.)

Mon­tag, am 26. Okto­ber 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein lie­bes, herz­lie­bes Mannerli!

Nun ist´s doch end­lich wie­der soweit, daß ich zu Dir kom­men kann, bin doch immer ganz unge­dul­dig und unru­hig, wenn der Nach­mit­tag her­an ist und ich habe noch nicht mit Dir gere­det. Ach Du! Am aller­liebs­ten schlös­se ich mich doch ein ins Stü­bel, lie­ße gar­nie­man­den [sic] […]

25. Oktober 1942

[421025–2‑1]

9.)

Sonn­tag­vor­mit­tag, am 25. Okto­ber 1942.

Mein herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­ter [Roland], Du! Herzlieb!

Eine lan­ge Wei­le liegt zwi­schen dem letz­ten Boten, den ich Dir schrieb und dem heu­ti­gen. Frei­tag wars [sic] als ich Dir schrieb, heut [sic] ist Sonn­tag. Und es war doch gut so, daß ich Dir ges­tern kei­nen Boten sand­te; denn nun erfah­re ich doch eben, Her­ze­lein, daß Du schon […]

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