21. März 1942

Das Herz der Königin, Deutschland 1939/1940
Das Herz der Köni­gin, Deutsch­land 1939/1940, Spiel­film, Bild: Zarah Lean­der. Quel­le: Zarahleander.de, 02.2018.

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[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 21. März 1942

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes, teu­res Herz!

Sonn­abend­abend ist. Ganz allein sit­ze ich im Zim­mer bei der Steh­lam­pe – Kame­rad K. ging ins Kino – eine Stu­be ganz allein, einen Ofen, eine Lam­pe, es ist doch wie im Frie­den, nicht schlech­ter als in mei­ner Jung­ge­sel­len­zeit. Wie gut haben wir es! Das wol­len wir immer beden­ken. Wei­ter­le­sen!

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16. Dezember 1941

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Diens­tag, am 16. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!!!!

Heu­te kamen wie­der zwei lie­be Boten an von Dir! Oh Du! Ich habe mich ja soo gefreut! Ganz herz­lich möch­te ich Dir dan­ken, mein [Roland]! Kommst so lieb zu mir, Du! Ach! Ich füh­le rich­tig, wie Du Dein biß­chen Eigen­le­ben her­über­ret­ten mußt in die Stil­le, bei allem Tru­bel und Durch­ein­an­der Dei­ner Umwelt. Her­ze­lein! Es ergeht mir manch­mal auch so, daß ich kaum mich sam­meln kann, so viel stürmt auf mich ein. Und dabei bin ich doch mein frei­er Mann! Wei­ter­le­sen!

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09. Dezember 1941

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[Salo­ni­ki] Diens­tag, den 9. Dez[ember]. 1941

Gelieb­tes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne [Hil­de]!

Gereg­net hat es heu­te am Nach­mit­tag. Gegen 6 Uhr erhob sich ein böi­ger Wind. Wir aber sit­zen in der war­men Stu­be, fried­lich, gemüt­lich. Alle drei lie­ben wir es warm. Und ich fühl­te mich ganz wohl – wenn die Kame­ra­den nicht wie­der mit ihrer blöd­sin­ni­gen, lei­di­gen Rau­che­rei anfin­gen. Wei­ter­le­sen!

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29. November 1941

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Sonn­abend, am 29. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, guter [Roland]! Her­ze­lein Du!!

Wo soll ich denn gleich mal begin­nen heu­te. Du! So viel habe ich Dir zu sagen, und ich fin­de doch gar­nicht gleich den Anfang. Du! Der Tag war ja heu­te so vol­ler Schen­ken! So vol­ler Freu­de! Über­all und für alle. Also, nun schön der Rei­he nach. Es ist wie­der Abend gewor­den, da ich dazu­kom­me, mich zu Dir zu set­zen. Wir sit­zen alle drei im war­men Stüb­chen, Abend­brot ist eben vor­bei. Vater liest die Zei­tung, Mut­ter blät­tert in einem Buche und ich? Ach Du!! Fei­er­abend hal­te auch ich! Und Du weißt doch, wie ich ihmn am liebs­ten ver­brin­ge. Wei­ter­le­sen!

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07. Februar 1941

T&Savatarsm[410207–1‑1]

Frei­tag, den 7. Febru­ar 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! [Hilde]lieb! Herz­lieb!! Hol­de mein!!!

Du! Wo steckst Du denn? Wart[‘] nur, wart[‘], ich fin­de Dich schon! Könn­test Dich ja gar nicht lan­ge ver­steckt hal­ten! [Du] Kämst bald von sel­ber her­vor wie die Kin­der, wenn es ihnen zu lan­ge dau­ert. [Du] Weißt wohl gar nicht, was ich mei­ne? Nun, war­ten muß Dein Hubo, war­ten, war­ten! Auf Dei­nen lie­ben Boten – er wird nun mor­gen kom­men. Wei­ter­le­sen!

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