13. Februar 1942

Pieter Bruegel the Elder - The Tower of Babel (Vienna) - Google Art Project - edited.jpg
Der Turm­bau zu Babel, 1563, von Pie­ter Brue­gel der Älte­re, ursprüng­lich aus dem Goog­le Art Pro­ject., Gemein­frei, Link

[420213–1‑1a]

Wien, den 13. Febru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Auf dem toten Gleis, so kommt man sich hier vor, abge­stellt. Ach, wie man­cher, der jetzt so bös mit dran muß, wünsch­te es sich viel­leicht so. Es ist eben kein Mensch zufrie­den mit dem, was er gera­de hat. Und wir soll­ten es doch sein, ganz zufrie­den und dank­bar. Oh ja, ganz zufrie­den und dank­bar. Wei­ter­le­sen!

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01. September 1940

Hilde, Polterabend, 07.1940
Hil­de, Pol­ter­abend, 07.1940

[400901–1‑1]

Sonn­abend am 30. August [sic: wohl Sonn­abend 31. August]

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Weißt [Du], die­se ver­lieb­te Anre­de kann ich nicht immer schrei­ben, wenn die ander[e]n rings­her­um ste­hen. Aber jetzt sit­ze ich am Tisch ganz allein und da darf ich sagen, wie mir um[‘]s Herz ist. Sonn­abend ist ‘See­manns­sonn­tag. Essens­zeit ist vor­bei. Sonn­abend ist nur Rei­ne­ma­chen, kein Dienst. Dienst hat­ten wir ja bis­lang noch gar nicht. Heu­te vor­mit­tag haben wir nur eben uns[e]re Stu­be sau­ber gemacht, [“]klar Schiff gemacht”, wie wir ‘Matro­sen’ sagen. Der Dienst soll am Mon­tag begin­nen. Wei­ter­le­sen!

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29. August 1940

Second World War Europe 08 1940 de
Euro­pa, am Ende August 1940, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 08.2015.
S.,

Don­ners­tag den 29. August 1940.

Herz­al­ler­liebs­te!

Wenn Du jetzt hier wärest, könn­test Du nun Dei­nen Sol­da­ten mus­tern, Dei­nen Matro­sen, wie es amt­lich heißt. Ein gro­ßer Teil bekam blaue Uni­for­men. Ich bin feld­grau ein­ge­klei­det. Der gest­ri­ge Tag ver­lief so: Vor­mit­tags Lan­ge­wei­le, nach­mit­tags ein­klei­den. Das gab wie­der viel ergötz­li­che Bil­der, ver­dutz­te Gesich­ter, die Spie­gel waren immer dicht umstan­den von frisch­ba­cke­nen Rekru­ten, die [d]och nun auch recht schnell schmu­cke Sol­da­ten sein möch­ten. Ich bin mit mei­nen Klei­dern zufrie­den, alles neu, nur die Stie­fel gefal­len mir nicht, sie sind im Schaft zu weit, aber sie pas­sen. Wann wer­den wir die­se Kla­mot­ten wie­der los wer­den? Von der Unter­ho­se bis zur Müt­ze beka­men wir alles aus­ge­teilt. Wei­ter­le­sen!

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05. März 1940

Risto Ryti
Fin­ni­scher Minis­ter­prä­si­dent Ris­to Ryti über­zeug­te die ande­re Minis­te­rin davon, dass sie sich für Frie­den mit den Sowjets ent­schei­den sol­len. Bild: 1939, Ris­to Ryti, gemein­frei über Wiki­me­dia Com­mons, 03.2015.

[400305–1‑1]

S. am 5. März 1940.

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Aus einem Dei­ner letz­ten Brie­fe leuch­te­te mir Dei­ne gan­ze mäd­chen­haf­te Herz­lich­keit, nach der ich mich frü­her so oft sehn­te, von der ich, wenn ich sie bei ande­ren sah, hoff­te, daβ sie mir ein­mal gel­ten möge. Und von Dir beglückt sie mich dop­pelt, weil ich weiβ, daβ sie ein Geschenk ist, das Du eigens für mich auf­ge­ho­ben hast, das Du nur einem brin­gen kannst, den Du ganz lieb hast und dem Du ganz ver­traust. Wei­ter­le­sen!

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