Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Landschaft

31. Mai 1942

[420531–1‑1] Sonn­tag, den 31. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein herz­lie­bes Schät­ze­lein! Huch! Ist das eine Hit­ze heu­te! Schla­fen kann man gar nicht zu einem Mit­tags­stünd­chen, die Stie­gen sind zu hoch, wir haben unse­re Net­ze noch nicht gespannt. Ich komm[‘] gleich ein bis­sel zu Dir, da ist es nicht so warm – und wenn es so […]

20. Februar 1942

[420220–2‑1] Frei­tag, am 20. Febru­ar 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, liebs­ter [Roland]! Heu­te set­ze ich mich gleich am Vor­mit­tag zu Dir, weil mir die gestren­ge Frau Mama für den Nach­mit­tag Rei­ne­ma­chen ankün­dig­te. Na! Das Töch­ter­chen wird sie dabei selbst­re­dend nicht im Sti­che las­sen! Es wird die­se Woche schnell gehen; denn wir haben alles schon gründ­lich gesäu­bert […]

07. Dezember 1941

 [411207–1‑1] Sonn­tag, den 7. Dez[ember]. [‘]41 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, liebs­tes Weib! Nun ist doch schon wie­der Mon­tag, da ich Dir schrei­be. Laß Dir erzäh­len, Gelieb­te! Set­zen wir doch ges­tern bei herr­lichs­tem Wet­ter zu einem Spa­zier­gang nach dem Kapel­len­berg an, gleich nach dem Mit­tag. Wir trap­pel­ten schon auf der schö­ner Stra­ße nach Artakli [unbe­kannt], als ein […]

9. November 1941

[411109–1‑1] [Thes­sa­lo­ni­ki] Sonn­tag, den 9. Nov. 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­lein! Ein­ge­trie­ben sind wir wie­der. Von uns[e]rer Wan­de­rung zum Kapel­len­berg. Du weißt schon, wel­chen ich mei­ne. Es ist eines uns[e]rer liebs­ten Wan­der­zie­le gewor­den. Und heu­te haben wir es auf einem ganz neu­en Wege ange­steu­ert (wir sind doch See­leu­te!), der hat uns […]

4. Oktober 1941

[411004–1‑1] Sonn­abend, den 4. Okt.[ober] 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heu­te über mit­tag [sic] nur eben wie­der einen ganz kur­zen Gruß. Heu­te abend und mor­gen wer­de ich wohl ein wenig mehr Muße haben. Die Arbeit ist sehr reich­lich augen­blick­lich. Eben sind wir vom Bad zurück. Ein Pracht­tag ist drau­ßen. Die Son­ne brennt auf den […]

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